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Gefahr in Verzug - Gratis-SMS, die keine sind

Kostenlose Kurzmitteilungen über das Internet verschicken? Kein Problem - aber unter Umständen wider Erwarten sehr teuer. Nicht alle SMS sind so kostenlos wie sie auf den ersten Blick scheinen.

10.09.2010, 16:05 Uhr
SMS© TristanBM / Fotolia.com

Auch wenn das Versenden von Handy-Kurzmitteilungen inzwischen nur noch bei einigen Vertragstarifen mehr als 15 Cent pro Nachricht kostet, ist der kostenlose SMS-Versand über das Internet nach wie vor sehr beliebt. Allerdings auch gefährlich. Denn: an vielen Stellen lauern fiese Abo-Fallen. Zum Beispiel bei tuneclub.de, einer Seite, die auf diversen SMS-Portalen als Werbepartner verlinkt wird.

TuneClub-Flatrate

"Jetzt SMS senden" heißt es auf einer Tuneclub-Unterseite, die gleich ein passendes, einladendes Formular zum Eintippen der Nachricht mitliefert. Und rechts daneben: "jede Woche 100 Free SMS". Free-SMS, die Wirklichkeit aber gar keine kostenlosen Kurzmitteilungen sind. Denn: Wer in das Formular seine Handynummer eintippt, schließt automatisch ein Abonnement über eine so genannte "TuneClub-Flatrate" ab.

Und die kostet. 4,99 Euro werden fällig. Pro Monat? Nein! Pro Woche lässt sich die Burda Wireless GmbH aus München ihren Dienst bezahlen. Zu finden ist dieser Hinweis aber nur im Kleingedruckten am Ende der Seite. Dafür gibt es 100 so genannte "Tunies", die den Versand von 100 SMS pro Woche erlauben. Zwar ist es jederzeit möglich, das Abo per Kurzmitteilung zu beenden, trotzdem ist das Werben mit "Free SMS" reine Augenwischerei.

Wirklich kostenlose Nachrichten in der Free-SMS-Liste von onlinekosten.de

Um unsere Leser vor diesem und ähnlichen Abo-Angeboten zu schützen, sind wir schon vor einigen Monaten dazu übergegangen, in unserer Free-SMS-Liste keine Angebote mehr aufzuführen, die auf ein solches Bezahl-Modell verweisen. Aktuell liefert unsere Tabelle sechs SMS-Portale, die ohne Anmeldung nutzbar sind sowie 14 Internetseiten, bei denen eine kurze Anmeldung für den kostenlosen SMS-Versand notwendig ist.

Es könnten weit mehr sein, doch für uns zählt in erster Linie die Qualität und nicht die Quantität. Free-SMS-Anbieter, bei denen der SMS-Versand zu lange dauert oder die Nutzung der Seite zu kompliziert ist, finden keine Berücksichtigung. Das hatte bei unserem jüngsten Update zum Beispiel zur Folge, dass wir das Angebot von otto.de aufgrund der komplizierten Bedienung entfernen mussten. Auch sparen-als-student.de findet sich nicht mehr in unserer Tabelle wieder, da der Free-SMS-Dienst der Seite nur noch über Facebook nutzbar ist.

Eine Übersicht aller durch unsere Redaktion geprüften Free-SMS-Anbieter ist über unseren Mobilfunk-Hintergrundbereich einsehbar.

(Hayo Lücke)

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