Security

Gefälschte Groupon-Mails mit Trojaner im Umlauf

Groupon warnt derzeit vor gefälschten E-Mails mit Malware im Anhang: Nicht nur Kunden erhalten die als Rechnung getarnten Nachrichten, die den Empfänger mit echtem Namen ansprechen.

08.03.2013, 10:07 Uhr
Datenaustausch© violetkaipa / Fotolia.com

Der Rabatt-Coupon-Anbieter Groupon warnt seine Kunden derzeit per E-Mail über betrügerische E-Mails: Im Anhang der Spam-Nachrichten versteckt sich Malware.

Nicht nur Groupon-Kunden betroffen

"Sollten Sie eine E-Mail erhalten, in der Sie aufgefordert werden, an Groupon Geld zu überweisen: Bitte öffnen Sie diese oder die Anhänge keinesfalls! Es handelt sich hierbei um eine Spam E-Mail, die einen Virus enthalten könnte", schreibt Groupon in der Info-E-Mail. Wie der auf lokale Gutscheine spezialisierte Anbieter zusätzlich in einem Beitrag im Groupon-Blog ausführt, könnte es sich auch um einen Trojaner handeln. Groupon betont, dass diese E-Mails nicht vom Unternehmen selbst stammen, Groupon versende keine Rechnungen per E-Mail an seine Kunden.

Echte Namen der Adressinhaber bekannt

Interessant: Nicht alle Empfänger solcher E-Mails seien Kunden des Couponing-Portals, kommentiert Groupon im Blog. Die Absender haben aber offenbar Kenntnis über die Nutzerdaten wie den echten Namen. Kontodaten seien jedoch nicht gestohlen worden. Eine Spam-Mail hat Groupon beispielhaft veröffentlicht. Diese stellt ihrem Adressaten 131 Euro für die einjährige Nutzung von Groupon in Rechnung und fordert zur Zahlung binnen sieben Tagen auf. In dem Nutzerkommentaren unter dem Hinweis finden sich jedoch weitere Versionen der Nachricht mit abweichenden Beträgen, teils mehr als 300 Euro.

"Wir nehmen diese Thematik natürlich sehr ernst und untersuchen den Sachverhalt in den zuständigen Fachabteilungen", teilt der Webseiten-Betreiber mit. Auch die Berliner Beauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit seien bereits informiert worden. Um den Vorfall aufzuklären, bittet der Anbieter betroffene Nutzer darum, die Spam-Mail inklusive E-Mail-Header an die Adresse abuse@groupon.de weiterzuleiten.

(Saskia Brintrup)

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