Akku-Streit

Gedrosselte iPhones: Apple will bis zu 500 Millionen Dollar zahlen

Bei älteren iPhone-Modellen mit angeschlagenen Akkus hatte Apple die Prozessorleistung gedrosselt. Der US-Konzern will nun den jahrelangen US-Gerichtsstreit mit einer hohen Geldzahlung beenden. Ein Schuldeingeständnis sei dies aber nicht.

Jörg Schamberg, 03.03.2020, 09:32 Uhr (Quelle: DPA)
Apple iPhone 6Apple drosselte unter anderem den Prozessor des iPhone 6.© Apple

Apple will den jahrelangen US-Gerichtsstreit um gedrosselte iPhones mit der Zahlung von bis zu einer halben Milliarde Dollar beenden. Für betroffene Kunden ist in dem Vergleich eine Zahlung von 25 Dollar pro Gerät vorgesehen, wie aus kalifornischen Gerichtsunterlagen hervorgeht. Apple bietet mindestens 310 Millionen Dollar (278 Millionen Euro) - betont aber zugleich, die Einigung sei nicht mit einem Schuldeingeständnis verbunden.

Drosselung von iPhones mit älteren Akkus

Der Streit war Ende 2017 ausgebrochen, nachdem Messwerte belegten, dass bei iPhones mit älteren Batterien die Spitzenleistung des Prozessors gedrosselt war. Die Smartphones konnten dadurch langsamer wirken. Apple erklärte, die Maßnahme sei nötig gewesen, damit sich die Telefone nicht plötzlich abschalten, wenn ein angeschlagener Akku nicht genug Strom liefern kann.

Doch schnell wurden mehrere Verbraucherklagen gegen den Konzern eingereicht. Die Kläger argumentierten unter anderem, dass ein Batteriewechsel viel günstiger sei als der Kauf eines neuen Geräts. Apple habe die Kunden jedoch nicht auf diesen Weg hingewiesen, ihr iPhone schneller zu machen.

Apple machte danach den Batteriewechsel günstiger und informiert Nutzer nun ausführlicher über den Zustand der Akkus. Die Kontroverse betraf die Modelle iPhone 6, 6s und 7. Die Vergleichsvereinbarung mit den Klägern muss nun noch vom Gericht abgesegnet werden.

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