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Ganz großes Kino gibt’s jetzt von Pioneer

Der Elektronikkonzern präsentiert einige Neuheiten fürs Kinovergnügen zu Hause: So kommt mit dem BDP-LX70 der erste netzwerkfähigen Blu-ray-Player auf den Markt.

18.06.2007, 17:31 Uhr
Arbeitsplatz© Brad / Fotolia.com

Nirgendwo lässt sich so genüsslich mit dem Popcorn rascheln, wie auf dem Sofa im eigenen Heimkino. Das findet offensichtlich auch Pioneer Electronics und präsentiert jetzt einige Neuheiten fürs Kinovergnügen in den eigenen vier Wänden. So kommt mit dem BDP-LX70 der erste netzwerkfähigen Blu-ray-Disc-Player auf den Markt. Außerdem hat das Unternehmen eine Signalverarbeitung patentiert, die eine Ausgabe von HD-Filmen mit 24 Bildern pro Sekunde ermöglicht. Pioneer gibt außerdem einen Ausblick auf die IFA 2007 und zeigt, wo es in Sachen Plasma-TV hingehen soll.
Kino endlich original
"HD digital film direct 24" so lautet das neue Logo, das Pioneer künftig stolz auf seinen Produkten präsentiert. Es ist Kennzeichen für die Verwendung des neuen Patents des Unternehmens und findet sich auf allen Produkten, die eine 1080/24p Ausgabe unterstützen, also 1.080 Zeilen bei 24 Bildern pro Sekunde (24 fps) darstellen können. Das ist notwendig, da Kinofilme mit 24 fps aufgenommen werden, der PAL-Standard des heimischen Fernsehers arbeitet jedoch mit 25 fps.
So kam es bislang zu Verzerrungen und Verfälschungen des Filmmaterials, da alle Bilder beschleunigt abgespielt wurden. Mit der geänderten Signalverarbeitung soll jedoch eine 100-prozentige Kopie der Kinofassung erreicht werden. Der Haken: Alle verwendeten Geräte, also Blu-ray Player, AV-Receiver und Display, müssen die 1080/24p Ausgabe unterstützen.
Blue-ray netzwerkfähig
Kein Wunder also, dass Pioneer auch direkt eine ganze Produktreihe vorstellt, die mit 24 Bildern pro Sekunde umgehen kann. So beispielsweise den BDP-LX70, ein netzwerkfähiger Blu-ray Disc Player. Er bietet nicht nur unverfälschtes HD-Erlebnis, sondern kann sich auch über das IP-Heimnetzwerk mit Computern oder Servern verbinden und dort gelagerte Inhalte wiedergeben. Dabei kann der BDP-LX70 nicht nur mit Blu-ray Discs umgehen, sondern beherrscht auch komprimierte Audio-, Film- und Bildformate wie MPEG2, WMV9, WMA9 Pro, MP3 und JPEG. Auch alle am Markt verfügbaren PAL- und NTSC-DVDs sowie Audio-CDs können abgespielt werden. Der BDP-LX70 ist zudem kompatibel zum Windows Media Player 11. Das Gerät wird ab Juni im Handel erhältlich sein und soll 1.399 Euro kosten. Für die bevorstehende Consumer-Electronics-Messe IFA 2007 kündigt Pioneer direkt ein ganzes Heimkino-System an. Das LX01 bringt einen DVD-Recorder mit 250 Gigabyte (GB) Festplatte samt DVB-T-Tuner mit und stellt direkt auch den passenden Sound zur Verfügung. Im Komplettsystem steckt nämlich auch eine von Pioneer entwickelte Lautsprecher-Technik, die in die zwei kombinierten Front-/Center- sowie zwei Rücklautsprecher integriert wurde. Damit soll es erstmals möglich sein, dreidimensionalen Klang in alle Richtungen zu erzeugen, um möglichst nahe an den Effekt von Live-Musik zu kommen und vollen Surround-Klang zu liefern. Der DVD-Recorder spielt alle handelsüblichen CDs und DVDs und versteht sich auch auf komprimierte Medienformate. Per USB lässt sich auch ein PC anbinden, ein DV-Eingang steht für Camcorder bereit und auch für den iPod gibt es eine Direktsteuerung. Natürlich beherrscht das LX01 System die neue 1080/24p Ausgabe. Das Heimkino-Komplettsystem kündigt Pioneer für Oktober dieses Jahres an, ein Preis steht jedoch noch nicht fest.
Schwarz, schwärzer, Kuro
Auch bei den Plasma-Fernsehern ist die 1080/24p Signalverarbeitung bei Pioneer auf dem Vormarsch. Mit der achten Plasma-TV Generation soll aber auch die Bildqualität verbessert werden. So sollen die neuen Modelle einen 80 Prozent besseren Schwarzwert haben, als noch die Vorgänger-Generation, und ein Kontrastverhältnis von bis zu 20.000:1 vorweisen können. Zu verdanken ist diese Entwicklung bei Pioneer dem Projekt Kuro, was auf japanisch "schwarz" bedeutet und sich darum kümmert, den Plasma-Geräten sattere Schwarztöne, lebendigere Farben sowie eine höhere Detailschärfe zu verpassen.
"Optimal"-Modus für Plasma-TV
Die Steigerung bei der Farbqualität erreichten die Japaner durch eine verbesserte Zellstruktur, in Verbindung mit einer Crystal Emissive Schicht, die Schärfe und Kontrast erhöht, sowie dem ersten Oberflächenfarbfilter. Darüber hinaus sei es Ziel gewesen, für die achte Plasma-TV Generation eine absolut nebengeräuschfreie Videosignalverarbeitung zu entwickeln. Pioneer hat die neuen Fernseher zudem mit einem "Optimal"-Modus ausgestattet, in dem die Bildverarbeitung dynamisch an Quelle, Licht- und Raumverhältnisse angepasst wird. Dabei wird die Helligkeit so gesteuert, dass der Zuschauer unabhängig von der Lichteinstrahlung immer ein gutes Bild erhält. Die neuen Plasma-Geräte von Pioneer sollen noch diesen Monat die Ladenregale erobern. Sie werden in den Größen 42, 50 und 60 Zoll als XGA-Version für 720p High Definition Wiedergabe ausgeliefert, ab September sollen die "8G Plasma Modelle" auch als Full HD erhältlich sein. Preise gab Pioneer jedoch noch nicht bekannt.

(Aleksandra Leon)

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