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G8-Gegner starten eigenen IPTV-Kanal

Der Anfang Juni in Heiligendamm stattfindenden G8-Gipfel wird von den Kritikern der Veranstaltung mit einem eigenen IPTV-Kanal begleitet. Mehrsprachige Informationssendungen stehen dabei im Vordergrund.

25.05.2007, 08:01 Uhr
Notebook© Roman Hense / Fotolia.com

Kaum ein Ereignis sorgt derzeit vorab für so viel Zündstoff wie das G8-Gipfeltreffen Anfang Juni im Ostseebad Heiligendamm. Die Kritiker der Veranstaltung, zu der sich die gesamte Polit-Elite versammeln wird, wollen die Öffentlichkeit mit einem ambitionierten IPTV-Projekt über die Ereignisse in Mecklenburg-Vorpommern informieren.
Mehrsprachige Informationen
Hinter G8-TV steht ein Netzwerk unabhängiger Video- und Filmemacher. Sie wollen ab sofort in mehreren Sprachen alternative Nachrichten rund um das Gipfeltreffen präsentieren. Dabei soll es aber keineswegs um die voyeuristische Darstellung von Ausschreitungen oder gewalttätigen Protesten gehen, sondern um inhaltliche Kritik an der Politik der G8-Staaten. Durch den IPTV-Sender hoffen die Macher, eine möglichst breite Öffentlichkeit zu informieren.
Tagesaktuelle Videoclips können über die Website angeschaut oder alternativ heruntergeladen werden. Untertitel sind in Englisch, Französisch, Spanisch und Russisch vorgesehen, auch in Griechisch, Japanisch und Arabisch will G8-TV informieren. Kurz vor und während des Gipfels wird vom 2. bis 8. Juni täglich um 21.00 Uhr eine zwanzigminütige Nachrichtensendung in Deutsch und Englisch live ausgestrahlt, in der die Ereignisse des Tages zusammengefasst werden. Eine Zusammenarbeit konnten die Veranstalter mit dem auch terrestrisch ausgestrahlten TV-Sender treffen. Der Rostocker Offene Kanal wird im Abend- und Nachtprogramm Sendungen von G8-TV übernehmen.
In einer Erklärung unterstreichen die Macher, dass sie sich als ein Netzwerk von Videoaktivisten verstehen. Das Projekt wird bereits seit zwei Jahren von verschiedenen Personen und Gruppen vorbereitet.

(Stefan Hagedorn)

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