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Fusion von o2 und E-Plus: Brüssel hat offenbar Bedenken

Die geplante Fusion von Telefónica Deutschland und E-Plus ist weiterhin ungewiss. Wie das "Handelsblatt" unter Bezug auf die Nachrichtenagenturen Bloomberg und Reuters berichtet, wird die EU-Kommission zunächst Einspruch gegen den Deal einlegen und Zugeständnisse fordern.

19.02.2014, 11:37 Uhr
o2© Telefónica

Die Fusion von Telefónica Deutschland und E-Plus steht offenbar auf der Kippe. Wie das "Handelsblatt" unter Bezug auf die Nachrichtenagenturen Reuters und Bloomberg berichtet, wollen die EU-Kartellbehörden die Übernahme in ihrer angedachten Form nicht genehmigen. Ein entsprechender Einspruch seitens der Kommission sei bereits in Vorbereitung und würde in Kürze veröffentlicht.

Zugeständnisse notwendig

Demnach befürchte die Brüsseler Behörde Wettbewerbsnachteile, sollten die beiden deutschen Netzbetreiber zusammengehen. Eine Aufstellung mit Einwänden gegen die Übernahme soll den Unternehmen zeitnah zugehen. Diese haben dann Gelegenheit, die Bedenken durch mögliche Zugeständnisse bis zur aktuellen Deadline am 14. Mai zu zerstreuen.

Dass Brüssel den Deal nicht einfach durchwinken wird, war bereits erwartet worden, nachdem die Kommission Mitte Dezember die vertiefte Prüfung des Milliardengeschäfts angekündigt hatte. Die Wettbewerbshüter äußerten damals bereits erste Bedenken darüber, dass der Zusammenschluss negative Auswirkungen auf den deutschen Mobilfunkmarkt haben könnte. Im Zuge dessen wurde auch das Ansinnen des Bundeskartellamtes abgelehnt, den Fall nach Deutschland zu holen.

(Christian Wolf)

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