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Fusion mit E-Plus: Gespräche von Telefónica mit 1&1 gescheitert - Netzöffnung geplant

Telefónica will laut Nachrichtenagentur Bloomberg bis zu sieben Prozent seines Netzes mit kleineren Wettbewerbern teilen, um Bedenken der EU-Kommission wegen der Fusion mit E-Plus zu zerstreuen. Die Gespräche mit 1&1-Mutter United Internet sind allerdings bereits gescheitert.

06.06.2014, 11:26 Uhr
1&1© 1&1

Die geplante Fusion von Telefónica und E-Plus ist noch nicht in trockenen Tüchern, bis zum 3. Juli will die EU-Kommission die Prüfung des Zusammenschlusses abschließen. Um Bedenken der Wettbewerbswächter zu zerstreuen, ist Telefónica offenbar bereit, das eigene Netz für einige deutsche Anbieter zu öffnen. Entsprechende Gespräche führt der Mobilfunknetzbetreiber mit Freenet, Drillisch, Unitymedia KabelBW und mit United Internet. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Bloomberg sind die Verhandlungen mit der 1&1-Mutter United Internet allerdings bereits gescheitert.

Telefónica will Teil des Netzes mit Wettbewerbern teilen

Bloomberg beruft sich auf verhandlungsnahe Kreise. Der virtuelle Netzbetreiber 1&1 hätte von Telefónica eine Garantie verlangt, auch weiterhin Zugang zu Internetverbindungen mit höheren Bandbreiten zu erhalten. Eine entsprechende Regelung hat 1&1 bislang mit E-Plus genutzt. Offenbar konnte 1&1 mit Telefónica darüber keine Einigung erzielen.

Telefónica will die Gespräche nun mit den anderen drei Wettbewerbern weiterführen. Laut den Informationen von Bloomberg sei Telefónica angeblich dazu bereit, bis zu sieben Prozent der bestehenden Netzwerkkapazität mit Freenet, Drillisch und Unitymedia Kabel BW zu teilen.

(Jörg Schamberg)

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