Security

Fujitsu Celsius H730: Authentifizierung per Handvenenmuster statt Fingerabdruck

Beim neuen Handflächenscanner werden die Venenmuster durch Nahinfrarotlicht erfasst. Das sauerstoffarme Hämoglobin in den Handvenen absorbiert dieses Licht, wodurch sich die Reflexion verringert und die Venen als schwarzes Muster erscheinen.

29.11.2013, 16:30 Uhr
Datenaustausch© violetkaipa / Fotolia.com

Die Daten auf einem Laptop sollen sicher sein. In Businessgeräten findet sich deshalb oft ein Fingerabdruck-Scanner. Die Authentifizierung durch biometrische Merkmale gilt als sicherer als die Eingabe eines Passwortes über die Tastaur, sie lassen sich nicht so leicht kopieren. Da aber auch schon klassische Fingerabdruck-Scanner durch Fotos getäuscht wurden, setzt Fujitsu bei seinem Laptop Celsius H730 auf die Erkennung von Venenmuster der Handflächen. Diese Methode soll Sicherheitsstandards genügen, wie sie in der Finanzbranche oder im Gesundheitswesen gelten.

Venenmuster durch Nahinfrarotlicht erfasst

Nach eigenen Angaben ist der Fujitsu Celsius H730 die erste mobile Workstation, die diese neue Technik nutzt. Der 15,6 Zoll große Business-Laptop lässt sich nach Wunsch konfigurieren – zum Beispiel mit einem Intel-Core-i7-Prozessor der vierten Generation, bis zu 32 Gigabyte RAM, einer SSD, einem Internetzugang per LTE, einer Nvidia Kepler-Grafik der zweiten Generation und einem Modulschacht. Der Fujitsu Celsius H730 wird ab Dezember erhältlich sein und mindestens 1.599 Euro kosten.

Die Authentifizierung der Handvenenmuster (Palm Vein Authentication) setzt auf Fujitsus PalmSecure-Technik auf. Beim neuen Handflächenscanner werden die Venenmuster durch Nahinfrarotlicht erfasst. Das sauerstoffarme Hämoglobin in den Handvenen absorbiert dieses Licht, wodurch sich die Reflexion verringert und die Venen als schwarzes Muster erscheinen.

Nur wenn das Blut fließt

Das Muster der Venen wird dann zur Authentifizierung mit einem zuvor registrierten Muster abgeglichen. Das Venenmuster eines Menschen ist einmalig und enthält detaillierte Merkmale, die dann verarbeitet werden. Dieses neue Verfahren soll die Datensicherheit verbessern und gleichzeitig Sicherheitsprozesse vereinfachen. Ein weiterer Vorteil: Zur Authentifizierung muss die Hand nicht aufgelegt werden.

Da die Venen im Körperinneren liegen, bieten sie auch einen hohen Grad an Sicherheit. Versuche eine Identität zu fälschen, sollen nahezu unmöglich sein. Darüber hinaus erkennt der Sensor des Geräts das Muster nur, wenn das sauerstoffarme Hämoglobin aktiv in den Handvenen fließt.

Auch der Fingerabdruck-Sensor Touch ID im iPhone 5 berücksichtigt dies bereits. Herkömmliche Fingerabdruck-Sensoren vergleichen meist die außen liegenden, toten Hautschichten, während das iPhone die tiefer liegenden durchbluteten Hautschichten registriert.

(Peter Giesecke)

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