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Für den Mülleimer gedruckt

In England sind bis zu 50 Prozent aller Ausdrucke für den Mülleimer. Der deutsche Mittelstand hingegen zeigt laut einer internationalen Studie ein hohes Kostenbewusstsein beim Drucken.

29.05.2006, 10:15 Uhr
Internet© Gina Sanders / Fotolia.com

Während in englischen Kleinst-Unternehmen jeder zweite Ausdruck in den Papierkorb wandert, ist es in deutschen Unternehmen mittlerer Größe nur jeder zehnte. Eine vom Druckerhersteller Lexmark initiierte Studie hat untersucht, wie hoch Mitarbeiter in Unternehmen unterschiedlicher Branchen den Anteil an unnötigen Ausdrucken schätzen und wie viele sie selbst ihrer Meinung nach erstellen.
kostenbewusster Mittelstand
Die Studie zeigt, dass sich die Anzahl unnötiger Ausdrucke nicht nur von Land zu Land unterscheidet, sondern auch stark von der Unternehmensgröße und der Branche abhängt. Auffallend dabei ist, dass länderübergreifend durchschnittlich jeder zweite Mitarbeiter findet, dass in seinem Unternehmen viel Papier und Druckkosten verschwendet werden, aber nur jeder vierte zugibt, selbst dafür verantwortlich zu sein.
Während in kleinen Unternehmen mit bis zu 49 Mitarbeitern jeder vierte Druck überflüssig ist, halten die Mitarbeiter in Unternehmen mit 50 bis 99 Mitarbeitern nur jeden zehnten Ausdruck für unnötig. Mit gerade mal acht Prozent fällt das Ergebnis nur in Spanien noch besser aus. In deutschen Firmen mit bis zu 499 Mitarbeitern steigt der Anteil überflüssiger Drucke auf ca. 15 Prozent, was zeigt, dass die Mitarbeiter im Mittelstand besonders kostenbewusst drucken.
Branchenunterschiede
Interessant sind auch die Ergebnisse der unterschiedlichen Branchen in Deutschland: Der Handel (34 prozent) und der Bereich Entwicklungs- und Ingenieurwesen (40 Prozent) verursacht anscheinend wesentlich mehr überflüssige Ausdrucke als der öffentliche Dienst (17 Prozent) und die Industrie-Unternehmen (12 Prozent).
Das Marktforschungsinstitut Ipsos, das die Studie durchführte, folgert, dass die Mitarbeiter in Europas Unternehmen und Behörden sich über die Folgen dieser Papierverschwendung nicht im Klaren sind. Michael Lang, Vertriebsdirektor Small & Medium Business von Lexmark Deutschland, ergänzt: "Auch der Führungsebene in Unternehmen ist selten bewusst, dass sich die Kosten für überflüssige Drucke direkt im Unternehmensergebnis niederschlagen."
Für die Studie hat Ipsos Global in einer repräsentativen Stichprobe 2.837 fest angestellte Mitarbeiter in Unternehmen und Behörden in England, Frankreich, Deutschland, Schweden, Italien und Spanien telefonisch interviewt.

(Saskia Brintrup)

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