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Führender Android-Manager Barra wechselt zu Xiaomi

Es ist ein weiteres Zeichen für den steilen Aufstieg chinesischer Smartphone-Anbieter: Die international noch wenig bekannte Firma Xiaomi hat einen der führenden Android-Manager von Google verpflichtet.

29.08.2013, 12:16 Uhr (Quelle: DPA)
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Es ist ein weiteres Zeichen für den steilen Aufstieg chinesischer Smartphone-Anbieter: Die international noch wenig bekannte Firma Xiaomi hat einen der führenden Android-Manager von Google verpflichtet. Hugo Barra, der beim Internet-Konzern für das Android-Produktmanagement zuständig war, soll bei Xiaomi das internationale Geschäft voranbringen.

Google verliert ein Gesicht

Barra bestätigte den Wechsel am Donnerstag in einem Eintrag beim Google-Netzwerk Google+. Er war zuletzt häufiger bei Vorstellungen von Geräten mit dem Google-Betriebssystem Android auf der Bühne zu sehen, zuletzt präsentierte er das überarbeitete Tablet Nexus 7. Sundar Pichai, der bei Google für Android, Chrome und die Google Apps verantwortlich ist, gratulierte Barra zu seinem "nächsten aufregenden Abenteuer". "Wir werden ihn bei Google vermissen und sind aber davon begeistert, dass er Android verbunden bleibt." Die meisten Geräte von Xiaomi laufen mit dem Google-System.

Das Smartphone-Geschäft in China - dem weltgrößten Handy-Markt - wird von einheimischen Anbietern dominiert. Unternehmen wie ZTE, Huawei und Lenovo gehören damit zu den weltweit führenden Smartphone-Anbietern und expandieren auch international. Xiaomi war 2010 gegründet worden und sorgte mit günstigen High-End-Geräten für Aufsehen.

Der Mitgründer und Chef von Xiaomi, Lei Jun, wird in Medienberichten gelegentlich mit Apple-Gründer Steve Jobs verglichen - unter anderem, weil er bei Präsentationen einen ähnlichen Vortrags- und Kleidungsstil hat. Der zweite Mitgründer, Lin Bin, hatte unter anderem für Microsoft und Google gearbeitet.

Xiaomi vermarktet die Smartphones ausschließlich über die eigene Website, um die Preise niedrig zu halten. Jedes neue verfügbare Kontingent werde binnen Minuten ausverkauft, erklärte Lin Bin bei seinem Auftritt auf einer Konferenz im Frühjahr. In diesem Jahr wolle Xiaomi 15 Millionen Smartphones verkaufen.

(Hayo Lücke)

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