Glasfasernetz

FTTH-Ausbau der Telekom: Die Planungen für 2021

Die Telekom setzt verstärkt auf den FTTH-Glasfaserausbau - sowohl alleine als auch mit Kooperationspartnern. Was 2021 geplant ist und welche Probleme beim Glasfaserausbau zu lösen sind, hat die Telekom jetzt erläutert.

Jörg Schamberg, 09.02.2021, 10:17 Uhr
Breitbandausbau Glasfaserkabel© Peter / Adobe Stock

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hat große Pläne für den Glasfaserausbau per FTTH (Fiber to the Home) in Deutschland, also die Verlegung von Glasfaserleitungen bis in die Häuser der Kunden. Im vergangenen Jahr hatte der Bonner Konzern bundesweit trotz Corona rund 600.000 FTTH-Anschlüsse realisiert. In diesem Jahr plant die Telekom über eine Million neue FTTH-Anschlüsse. Weitere Anschlüsse würden über Kooperationen hinzukommen. Zu den Glasfaserausbau-Planungen informierte das Unternehmen jetzt in einem YouTube-Video und mit einem Beitrag im Firmen-Blog.

Gigabit-Internet dank FTTH-Anschlüssen

Bislang setzte die Telekom vorrangig auf den Glasfaserausbau via FTTC (Fiber to the Curb). Dabei wurden die Glasfaserkabel bis an die Verteilerkästen am Straßenrand gezogen. Über die bestehenden Leitungen ging es in die Häuser der Kunden. Mittels Super-Vectoring können Kunden Internet-Bandbreiten von bis zu 250 Mbit/s nutzen. Bei FTTH führt die Telekom die Glasfaserkabel am Haus vorbei. Erteilt der Hauseigentümer die Genehmigung, verlegt die Telekom Glasfaserkabel bis in das Haus. Über FTTH-Anschlüsse ist auch Gigabit-Internet mit bis zu 1 Gbit/s im Download verfügbar.

Glasfaserausbau erst ab Temperaturen ab 8 Grad möglich

Die derzeitigen eisigen Temperaturen machen den Glasfaserausbau allerdings aktuell unmöglich. Laut der Telekom sind dauerhaft Temperaturen von mindestens 8 Grad erforderlich, damit Glasfaser verlegt werden kann. Sonst würden die Leitungen brüchig und seien nicht flexibel genug. Somit ruhen die Ausbauarbeiten voraussichtlich bis zum März.

Ohne Zusammenarbeit mit Kommunen ist kein Ausbau möglich

Wichtig sei die Zusammenarbeit mit den Kommunen, denn jedes Loch und jeder Gehäusestandort müsse genehmigt werden. Das ist in Zeiten der Corona-Pandemie nicht immer ganz leicht, da die Priorität der Gemeinden entsprechend in der Corona-Bekämpfung liegt. Die Telekom setze, da wo es technisch möglich ist, auf alternative Verlegemethoden wie Trenching. Das spare Zeit und sei zudem günstiger als der klassische Tiefbau. Bei der Ausbauplanung komme künstliche Intelligenz zum Einsatz. Die Telekom nutzt unter anderem Autos, mit denen die Ausbaugebiete befahren werden und mit Kameras aufgenommen werden. Den immer noch teils erforderlichen Tiefbau erledigen Partnerunternehmen.

Online Glasfaserausbaustatus vor Ort prüfen

Neben dem FTTH-Eigenausbau der Telekom gebe es auch Glasfaserausbau in Kooperation mit Partnern sowie Ausschreibungen von Städten für geförderte Gebiete. Insgesamt komme die Telekom 2021 somit auf rund zwei Millionen FTTH-Anschlüsse. Online können Interessierte unter www.telekom.de/jetzt-glasfaser prüfen, ob ihr Ort bereits von der Telekom mit FTTH erschlossen wird. Aktuell sind dort FTTH-Ausbauprojekte in über 60 größeren und kleineren Städten verzeichnet. Je nach Ausbaustatus können Hauseigentümer auf der Webseite einen Glasfaseranschluss beantragen oder sich als Interessent registrieren.

Im Gegensatz zu früheren Ausbauprojekten, wo der Bagger nur auf der Straße tätig war, stehe der Bagger künftig im Vorgarten. Es gebe Gespräche mit den Eigentümern, wie die Glasfaserkabel verlegt werden. In einem ersten Schritt erfolge die Anbindung der Immobilie mit Glasfaser, in einem zweiten Schritt müsse der Kunde dann den gewünschten Glasfasertarif bestellen. Die Doppel-Flat "MagentaZuhause Giga" mit 1 Gbit/s im Download und bis zu 200 Mbit/s im Upload kostet beispielsweise dauerhaft 79,95 Euro pro Monat.

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