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"FT": YouTube wird in Teilen kostenpflichtig

Noch in dieser Woche sollen die Pläne verkündet werden, bis zu 50 kostenpflichtige Kanäle einzurichten. Dies berichtet die "Financial Times" (FT) unter Berufung auf Personen, die mit dem Vorhaben vertraut seien sollen.

06.05.2013, 10:12 Uhr
Video© Thomas Pajot / Fotolia.com

Das weltweit größte Videoportal, YouTube, wird zum Bezahlfernsehen. Noch in dieser Woche sollen die Pläne verkündet werden, bis zu 50 kostenpflichtige Kanäle einzurichten. Das berichtet die "Financial Times" (FT) unter Berufung auf Personen, die mit dem Vorhaben vertraut seien sollen.

Mehrere Produzenten wurden im Februar eingeladen

Angeboten werden sollen Filme und Serien. Die Inhalte könnten jedoch auch andere Formate haben. Neben Abo-Modellen könnte es gegen Gebühr Live-Events, Ratgeber-Videos und Zugang zu Video-Archiven geben.

Bereits im Februar soll YouTube mehrere Produzenten eingeladen haben, Vorschläge für kostenpflichtige Kanäle einzureichen. Die Googletochter hatte auch gegenüber Medien erklärt, an einem solchen Dienst zu arbeiten. Bislang noch nicht bekannt war der Termin.

Eine neue Einnahmequelle für Google

Anfang des Jahres war von Preisen zwischen einem und fünf Dollar die Rede. Im Bericht der FT wird nun eine monatliche Abo-Gebühr in Höhe von 1,99 Dollar genannt. YouTube wollte sich gegenüber der FT zu den konkreten Plänen nicht äußern.

Für Google wären kostenpflichtige YouTube-Kanäle die Chance, eine weitere große Einnahmequelle zu erschließen. Das Unternehmen macht die meisten Umsätze bislang mit AdSense, der Schaltung von Werbung auf Websites sowie in der eigenen Suchmaschine.

Sind die Zeiten von Gangnam Style vorbei?

Mit der Einführung des Pay-per-View-Modells könnte sich auch das Erscheinungsbild von YouTube ändern. Von Beginn an setzte das Videoportal auf Inhalte, die die Nutzer einstellen. Quasi über Nacht konnte jeder auf diese Weise berühmt werden.

Die Aufmerksamkeit strömte Videos zu, in denen im Gangnam Style getanzt wurde, aber auch vielen, vielen Katzenvideos. Diese könnten nicht verschwinden, aber vielleicht in den Hintergrund rücken zugunsten von Videos, die Google Einnahmen bringen.

(Peter Giesecke)

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