Glasfaserausbau

FRK für oberirdische Glasfaserverkabelung: Schnell und kostengünstig

Der Fachverband FRK plädiert für den Einsatz alternativer Verlegetechniken wie die oberirdische Glasfaserverkabelung, um den flächendeckenden Glasfaserausbau zu beschleunigen. Diese Methode sei zudem deutlich günstiger als die Tiefbau-Variante.

Glasfaserkabel© zentilia / Fotolia.com

Lauchhammer - Um den Glasfaserausbau zu beschleunigen, hatte sich Bundeskanzleramtschef Helge Braun in der vergangenen Woche auch für den Einsatz von oberirdischer Glasfaserverkabelung ausgesprochen. Diese könne ein "Game Changer" sein. Unterstützung bekam Braun am Dienstag vom Fachverband Rundfunk- und BreitbandKommunikation (FRK). "Wir nehmen Bundeskanzleramtsminister Helge Braun (CDU) beim Wort. Jetzt hat er Gelegenheit, Ankündigungen Taten folgen zu lassen“, so der FRK-Vorsitzende Heinz-Peter Labonte.

Oberirdische Glasfaserverlegung deutlich günstiger

Die im FRK organisierten mittelständischen Netzbetreiber sehen in oberirdischen Glasfaserzuleitungen einen wichtigen Beitrag für die flächendeckende Versorgung der bislang mit Gigabit-Internet unterversorgten Gebieten. Die oberirdische Verlegung von Glasfaserleitungen ließe sich schnell und zu einem Bruchteil der Kosten einer unterirdischen Glasfaserverlegung realisieren. "Was in anderen Glasfasernationen möglich ist, sollte auch hier realisierbar sein. Zudem rückt die Bundesregierung ihrem vorgegeben Ziel 2025 nur so näher", betonte Labonte.

Alternative Glasfaserverlegung kann kurzfristig umgesetzt werden

Erforderlich sei aber die Setzung der richtigen Prioritäten der politisch Verantwortlichen auf allen förderalen Ebenen. "Die oberirdische Verlegung kann als kostengünstigere Variante durch schnellere Entscheidungen seitens der kommunalen Entscheidungsebenen schon kurzfristig umgesetzt werden. Außerdem haben die die Mittelständler seit 1984 beim Ausbau der breitbandigen Kupferkoaxialnetze zur Kabelfernsehversorgung ihre diesbezüglichen Fähigkeiten nachhaltig unter Beweis gestellt", so Labonte weiter.

Für die FRK-Mitgliederversammlung am 23. und 24. September in Leipzig liege ein Antrag vor, der die Bundesregierung auffordert, auch für andere Verlegetechniken die erforderlichen Schritte einzuleiten. Es dürfe nicht nur der reine Tiefbau in der Förderung bevorzugt werden.

Jörg Schamberg

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