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FRK: arena sperrt 12 Milllionen Kabelhaushalte aus

Fachverband Rundfunkempfangs- und Kabelanlagen will mit Telekom und Premiere zusammenarbeiten sollte arena sich weiter gegen eine Zusammenarbeit entscheiden.

29.05.2006, 11:37 Uhr
Internet© Victoria / Fotolia.com

Der Fachverband Rundfunkempfangs- und Kabelanlagen (FRK) will sich nicht kampflos der ablehnenden Haltung des neuen Pay-TV-Senders arena hingeben. Wie der Verband mitteilte lehne es Christoph Bellmer, Geschäftsführer Technik und Vertrieb von arena, "vorerst" ab, über die Weiterverbreitung der Fußball-Bundesliga-Übertragungen in die über 12 Millionen Kabelhaushalte der mittelständischen Kabelnetzbetreiber zu sprechen. Zwar gehe man beim FRK davon aus, auch künftig die Fußball Bundesliga zeigen zu können, im Zweifel aber auch auf Basis über ein IP- oder DSL-Signal. Entsprechende Gesprächsangebote für die DSL-Version lägen jetzt T-Online und der Deutschen Fußball Liga (DFL) vor.
Es zeige sich immer deutlicher, dass arena als Vermarktungsinstrument seiner Muttergesellschaft Unity Media eingesetzt werde und zur Schaffung eines Oligopols für die großen Netzbetreiber gegen die unabhängigen mittelständischen Kabelnetzbetreiber zulasten der Verbraucher und Fußballfans missbraucht werde.
Gut für Bundesliga über DSL
Mit seiner Verweigerungshaltung fördere arena aber gleichzeitig die Weiterverbreitung der Internet-Version der Fußball-Bundesliga, wie sie von Premiere und T-Online angeboten werde. Die mittelständischen Kabelnetzbetreiber seien bereits heut in der Lage, vielen ihrer Kabelhaushalte eine internetbasierte Fußball-Übertragung anzubieten. Insofern beschleunige arena durch seine "Zweidrittel-Oligopolpolitik" die voranschreitende Internetaufrüstung der Netze mittelständischer Kabelbetreiber.
"Der Kabelfachverband FRK erwartet deshalb in der nächsten Zeit attraktive Lösungen für die Kunden seiner Mitgliedsfirmen. Damit werden wir auch den Wettbewerb im Kabelmarkt fördern und ein Programm-Monopol von arena im Schulterschluss mit den Top 5 Kabelnetzbetreibern verhindern", erklärte FRK-Chef Heinz-Peter Labonte.

(Hayo Lücke)

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