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freenigma macht Webmailer kostenlos sicher

Die Hamburger freiheit.com präsentiert eine Firefox-Erweiterung, mit der über Webmail-Services versandte E-Mails verschlüsselt werden können.

19.07.2006, 18:05 Uhr
Datenaustausch© violetkaipa / Fotolia.com

E-Mails sind wie Postkarten – für jeden Interessierten lesbar. Mit der Unsicherheit in Bezug auf die Vertraulichkeit der versandten Inhalte will die Hamburger Software-Firma freiheit.com jetzt Schluss machen. Für Nutzer der am meisten in Anspruch genommenen Webmail-Services Yahoo! Mail, Google Mail oder Hotmail/MSN steht ab Anfang August freenigma zur Verfügung. Die Software lässt sich als Erweiterung im Firefox-Browser installieren und bietet eine plattformübergreifende Mail-Verschlüsselung.
Plattformübergreifend sicher
Das Tool basiert auf der kostenlos erhältlichen Verschlüsselungs-Software GnuPG und ist – wie der Name schon andeutet – ein kostenloser Service. freenigma soll außerdem besonders einfach zu installieren und bedienen sein, versprechen die Entwickler. Durch die Installation als Browser-Erweiterung ist es möglich, das Programm mit beliebigen Webmailern parallel zu nutzen. Wer also mehrere Postfächer bei unterschiedlichen Anbietern unterhält, muss sich keine unterschiedlichen Verschlüsselungs-Zugänge für die einzelnen Online-Mail-Accounts merken. Dazu melden sich Interessenten auf der freenigma-Website an und erhalten einen Download-Link. Anschließend können Freunde eingeladen werden, ebenfalls freenigma zu nutzen, denn auch hier funktioniert die Verschlüsselung nur, wenn beide Seiten das Tool benutzen.
Schlüsselmacher im Wachstum
Anfang August soll die freie Software erhältlich sein, dann allerdings noch als Beta-Version. Nach der erfolgreichen Testphase sollen dann Funktionen und Kompatibilität erweitert werden. Zunächst unterstützt freenigma nur Google Mail, Yahoo! Mail und Hotmail/MSN. Geplant sind zudem Plugins für Microsoft Outlook, Lotus Notes und mobile Geräte. Außerdem setzt die Nutzung einen Firefox-Browser unter Microsoft Windows XP, GNU/Linux oder Apple voraus. Durch eine offene Programmierschnittstelle (Open API) können Software-Entwickler freenigma erweitern und in eigene Anwendungen integrieren. Auch für die Zukunft versprechen die freenigma-Macher, dass ihr Programm kostenlos bleibt. Allerdings nur für Privatanwender. Für Geschäftskunden soll es demnächst passende Angebote gegen Bezahlung geben.

(Aleksandra Leon)

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