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Freenet wird nicht an Drillisch verkauft

Seit Sommer 2007 hatte die freenet AG an einer Zukunftsstrategie für das in Schwierigkeiten geratene Unternehmen gearbeitet. Eine Übernahme durch Drillisch wird es nicht geben. Die Eigenständigkeit soll über eine Holding gewahrt bleiben.

20.12.2007, 12:31 Uhr
Paar mit Laptop© Syda Productions / Fotolia.com

In den vergangenen Monaten wurde viel über die Zukunft des ins Straucheln geratenen DSL-Provider und Mobilfunkanbieters freenet spekuliert. United Internet und Drillisch hatten bereits Übernahmegespräche gestartet, die dann aber überraschend abgebrochen wurden. Jetzt soll freenet selbständig bleiben.
Keine freenet-Aufteilung
Wie freenet heute in einer Pressemitteilung bekanntgab, ist der sogenannte Strategic Review Prozess beendet, der seit vergangenem Sommer zusammen mit den Wirtschaftsberatern von Morgan Stanley eine Zerlegung des Unternehmens geprüft hatte. Als Ergebnis präsentiert freenet jetzt Pläne für eine Beibehaltung der Eigenständigkeit. Damit werden gleichzeitig auch die Gespräche mit Drillisch über eine Übernahme des Mobilfunkbereiches beendet.
Holding für DSL-Sektor und Portalgeschäft
Stattdessen zeichnet sich eine Lösung über die Errichtung einer Holding ab. Der DSL-Bereich- und der Geschäftsbereich rund um die freenet-Internetportale soll in Tochtergesellschaften ausgegliedert werden.
United Internet und Drillisch halten zusammen rund 20 Prozent am Konkurrenten freenet. Ralph Dommermuth, Vorstandsvorsitzender von United Internet, hatte vor kurzem noch geäußert, durch die Beteiligung an freenet nur wirtschaftlich profitieren zu wollen. An den Aktienmärkten verzeichnete der freenet-Aktienkurs heute Verluste von rund vier Prozent. Die Spekulationsblase durch Übernahmephantasien ist erst einmal geplatzt.

(Jörg Schamberg)

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