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Freenet vor dem Verkauf?

Erstmals hat freenet-Chef Eckhard Spoerr verlauten lassen, das Unternehmen verkaufen zu wollen. Es würden verschiedene Optionen geprüft. Spoerr beugt sich offenbar dem Druck der Investoren.

03.07.2007, 09:02 Uhr
DSL-Anschluss© IKO / Fotolia.com

Offenbar aufgrund des Drucks der Investoren hat der Chef des Telekommunikationsunternehmens freenet seine Marschroute geändert. Gegenüber dem "Handelsblatt" sagte Eckhard Spoerr, dass er auch über den Verkauf seines Unternehmens nachdenke. Dies hatte er bisher konsequent abgelehnt.
Optionen prüfen
"Wir wollen verschiedene strategische Optionen prüfen – darunter auch einen Verkauf", so Spoerr. Die Investmentbank Morgan Staley sei bereits mit einem entsprechenden Auftrag versorgt worden. Gleichzeitig betonte der freenet-Chef, dass derzeit aber noch keine konkreten Verhandlungen stattfänden.
In den vergangenen Wochen hatten sich immer wieder Großaktionäre von freenet zu Wort gemeldet und eine Aufspaltung des Unternehmens gefordert. Das Internet- und Mobilfunkgeschäft solle wieder getrennt laufen, so der Wunsch der Investoren. Für Spoerr ist das nach dem langen Kampf um eine nach vielen Monaten schließlich erfolgreiche Fusion mit mobilcom aber weiter der falsche Weg. Der größte Einzelaktionär Vatas, der sich bisher nicht zu einer Strategie geäußert hatte, trage die Verkaufs-Linie mit, sagte Spoerr.
Bietergefecht in Verzug?
Laut Analyst Dan Bieler vom Marktforscher IDC ist zu vermuten dass die Finanzinvestoren einen Gewinn mitnehmen möchten. "Vermutlich wollen sie ein Bietergefecht anstoßen", so Bieler gegenüber der Zeitung. Interessenten dürfte es einige geben. So hatte am Wochenende unter anderem Versatel-Chef Peer Knauer öffentlich Interesse am DSL-Kundenstamm von freenet bekundet.

(Hayo Lücke)

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