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freenet: "Kein Torpedo, keine Mobilfunkpläne"

freenet will doch nicht ins Mobilfunkgeschäft einsteigen: Das Unternehmen dementierte heute anders lautende Pressemeldungen.

15.03.2005, 18:09 Uhr
DSL-Anschluss© IKO / Fotolia.com

freenet steht offenbar nicht vor dem Einsteig ins Mobilfunkgeschäft. Das Hamburger Unternehmen dementierte heute Meldungen, die sich auf einen entsprechenden Bericht der Wirtschaftswoche beziehen.
Keine Torpedos
Darin hatte es geheißen, freenet-Boss Eckhard Spoerr wolle die Verschmelzungpläne der freenet-Mutter mobilcom "torpedieren". Nach dem Bericht plane er weiter, ins Mobilfunkgeschäft einzusteigen und den etablierten Anbietern mit freenet-typischen Billigtarifen das Leben ein bisschen schwerer machen. Dem erteilte Spoerr jetzt eine Absage: "Wir werden nichts machen, was unsere Vereinbarung mit mobilcom torpediert."
Der freenet-Boss will sein Versprechen halten, den Verschmelzungsvorschlag von mobilcom "offen, objektiv und konstruktiv" zu prüfen. Spoerr widersprach darüber hinaus der Darstellung, freenet wolle als "virtueller" Mobilfunkbetreiber eigene und deutlich preiswertere Mobilfunkatrife anbieten. Das sei nicht geplant, entsprechende Vertragsverhandlungen mit E-Plus würden auch nicht geführt.
Luft ist raus
Ein bisschen Mobilfunk macht freenet aber schon: Auf der CeBIT hatten die Hamburger bereits ein VoIP-Handy" "iP1" vorgestellt, mit dem freenet-Kunden zu Hause gratis ins deutsche Festnetz telefonieren können. Auch Verbindungen innerhalb des Netzverbundes von freenet, web.de und sipgate sind kostenlos. Unterwegs wird das zusammen mit Alcatel entwickelte "iP1" zum vollwertigen Handy. Die Konditionen sollen sich nach Anbieterangaben im marktüblichen Bereich bewegen.
Die Netzleistung dafür kauft freenet bei E-Plus ein. Die beiden Unternehmen hatten erst vor wenigen Tagen ihre strategische Kooperation bekannt gegeben. Dem durchaus nachvollziehbaren Szenario, dass diese Kooperation auch über das "iP1" hinausgehen könnte, ließ Spoerr jetzt erstmal die Luft raus.

(Volker Briegleb)

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