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Frankreich schickt Cyber-Zöllner auf die Jagd

Internet-Kriminellen soll ihr Handwerk im Netz erschwert werden. Zunächst 15 Internet-Experten des französischen Zolls sollen die Zahl der aufgedeckten Delikte 2009 verdoppeln.

10.02.2009, 22:31 Uhr (Quelle: DPA)
Internet© Victoria / Fotolia.com

Der sogenannte Cyber-Krieg tobt weltweit. Internetattacken legen Rechner lahm, Hacker spionieren Daten aus, illegale Waren finden den Weg über das globale Netz. Grund genug für so manche Regierung die technischen Möglichkeiten des Staates aufzurüsten.
Sondereinheit des Zolls
Frankreich hat im Kampf gegen Internet-Kriminelle eine neue Zollsondereinheit ins Leben gerufen. Sogenannte Cyber-Zöllner sollen sich künftig unter anderem um den verbotenen Handel mit Drogen, Waffen und Produktfälschungen im Netz kümmern, teilte der zuständige Minister Eric Woerth am Dienstag in Paris mit.
Die neue Einheit wird zunächst aus 15 Internet-Experten bestehen und ist der Zentralstelle des französischen Zollfahndungsdienstes DNRED angegliedert. Mit ihrer Hilfe soll die Zahl der aufgedeckten Delikte 2009 verdoppelt werden. 2008 seien in Frankreich allein 21 Tonnen Zigaretten und 148.000 Produktfälschungen aus dem Postverkehr gezogen worden, sagte Woerth.

(Jörg Schamberg)

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