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Frankreich reguliert SMS-Preise

Nach Berechnungen von Experten müssen Verbraucher in Frankreich schon bald 18 bis 30 Prozent weniger für das Versenden von SMS zahlen.

20.07.2006, 11:46 Uhr
SMS schreiben© Andres Rodriguez / Fotolia.com

In Frankreich darf eine Regulierungsbehörde Großhandels-Preise für SMS festlegen. Wie die Europäische Kommission heute in Brüssel bekannt gab, gestattete sie mit der Genehmigung für die Behörde ARCEP erstmals einem EU-Land, Mobilfunk-Anbietern entsprechende Vorgaben für die Tarife von Handy-Kurznachrichten zu machen.
Die ARCEP will die Preise für das Übermitteln von SMS zwischen den drei Netzbetreibern des Landes senken. Nach Berechnungen des Pariser Wirtschaftsblattes "La Tribune" dürften Verbraucher in Frankreich für das Versenden der Textbotschaften bald 18 bis 30 Prozent weniger zahlen.
Preise runter
Die für den Telekom-Bereich zuständige EU-Kommissarin Viviane Reding erklärte die Vorgaben der Regulierungsbehörde für elektronische Kommunikation und Post (ARCEP) für "ausgewogen und gerechtfertigt". Der Plan der Regulierer sieht vor, dass France-Télécom-Tochter Orange und SFR je SMS nur noch drei Cent kassieren dürfen, bei Bouygues Télécom sollen es 3,5 Cent sein.
Die Großhandels-Preise hatten bis zum vergangenen November 5,3 Cent betragen; zuletzt lagen sie bei 4,3 Cent. Nach Angaben der ARECP wurden im Jahr 2005 12,7 Milliarden SMS in Frankreich versandt; dies bedeutete für die beteiligten Firmen Umsätze von mehr als einer Milliarde Euro.

(Hayo Lücke)

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