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Foxconn: Lohnzuwachs keine Reaktion auf Prüfung

Der Apple-Zulieferer hat die Löhne seiner Mitarbeiter in den chinesischen Fabriken um 16 bis 25 Prozent erhöht. Mit den laufenden Untersuchungen der Arbeitsbedingungen habe dieser Schritt jedoch nichts zu tun.

21.02.2012, 15:01 Uhr (Quelle: DPA)
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Die Lohnerhöhungen des Apple-Zulieferers Foxconn in China haben nach Beteuerungen des Unternehmens nichts mit der laufenden Untersuchung seiner Arbeitsbedingungen zu tun. Der Sprecher des taiwanesischen Herstellers, Simon Hsing, sagte der Nachrichtenagentur dpa am Dienstag in Taipeh, die Zuwächse des Grundlohnes um 16 bis 25 Prozent in den Fabriken in China seien bereits vorher beschlossen worden.

Löhne bereits zum 1. Februar erhöht

Foxconn ist der weltgrößte Produzent für Elektronikgeräte und produziert unter anderen für Apple, Dell, Hewlett-Packard, IBM, Toshiba oder Sony. Wegen seiner Arbeitsbedingungen, langen Schichten, niedrigen Löhnen, zwei Unfällen und einer Serie von Selbsttötungen von Mitarbeitern war das Unternehmen und damit auch zunehmend sein großer Auftraggeber Apple in die Kritik geraten. Foxconn beschäftigt in China 1,2 Millionen Mitarbeiter.

Die Lohnerhöhungen seien schon zum 1. Februar erfolgt, sagte der Sprecher. "Wir hatten bis Samstag keine Chance, die Ankündigung zu machen, weil wir mit den Ermittlungen in die Arbeitsbedingungen so beschäftigt waren." Die höheren Lohnkosten würden auch nicht auf die Preise der Produkte aufgeschlagen, versicherte der Sprecher.

"Frühere Gehaltserhöhungen von Foxconn waren immer eine Reaktion auf solche Krisen", sagte allerdings der Pekinger Anwalt Huang Leping der dpa. Es bleibe auch abzuwarten, um wieviel die Bezüge am Ende wirklich stiegen. Wegen der ständigen Lohnsteigerungen auf dem chinesischen Arbeitsmarkt werde es Foxconn aber jetzt leichter fallen, neue Mitarbeiter anzuwerben, sagte der Arbeitsexperte.

"Ich denke, es hat direkt mit den Ermittlungen zu tun", sagte auch der Arbeitsrechtler Shen Binti. Da es nur eine Erhöhung der Grundlöhne sei, müsse sich zeigen, wie sich die Jahresgehälter insgesamt entwickelten. "Es ist aber ein gutes Zeichen - egal ob es auf Druck geschah oder sonst notwendig wurde."

Die seit fast zwei Jahren laufende Kontroverse hatte Ende Januar einen neuen Höhepunkt erreicht, als ehemalige Manager von Apple in einem Artikel der "New York Times" andeuteten, der kalifornische Computerkonzern habe Missstände bei Foxconn stillschweigend geduldet. Der neue Apple-Chef Tim Cook hatte als Reaktion die Organisation Fair Labor Association (FLA) beauftragt, eine unabhängige Untersuchung bei Foxconn aufzunehmen. Die Ergebnisse sollen im März vorgelegt werden.

(Saskia Brintrup)

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