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Fox: Zuschauer schauen verstärkt illegal

Der US-Sender Fox stellt seit kurzem aktuelle Serienfolgen erst acht Tage nach der TV-Ausstrahlung als kostenlosen Stream auf Hulu und fox.com zur Verfügung. Zuschauer sind verärgert und greifen laut "TorrentFreak" seitdem verstärkt auf illegale Quellen zurück.

23.08.2011, 16:31 Uhr
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Der Schuss ging nach hinten los. Vor rund einer Woche hatte der US-TV-Sender Fox eine grundlegende Änderung für seine über das Online-Portal Hulu frei verfügbaren TV-Sendungen vorgenommen. Statt bereits einen Tag nach der Fernsehausstrahlung, stellt Fox die Inhalte künftig erst nach acht Tagen als kostenlosen Stream auf Hulu und seiner Webseite fox.com zur Verfügung. Fox erhofft sich davon mehr Zuschauer, die die Sendungen live am Fernseher verfolgen. Je höher die Einschaltquoten, umso höher fallen die Werbeeinnahmen aus. Mit dem Schritt verärgerte Fox jedoch die Fernsehzuschauer, die ihre Lieblingssendungen laut einer Erhebung von TorrentFreak stattdessen nun verstärkt über illegale Quellen beziehen.

Massiver Anstieg illegaler Downloads

Der Erfolg des Online-Portals Hulu hatte in der Vergangenheit zu einem Rückgang der Nutzung illegaler Downloads und Streams geführt. Für die Zuschauern ist nach Angaben von TorrentFreak vor allem die Verfügbarkeit einer Sendung von Interesse: Ist sie nicht legal erhältlich, dann wird nach illegalen Alternativen gesucht.

TorrentFreak hatte in der vergangenen Woche die Zahl der Downloads der Fox-Sendungen Hell's Kitchen und MasterChef untersucht. Wie von den Experten erwartet, gab es einen massiven Anstieg der illegalen Downloads. Im Vergleich zu den vorangegangenen drei Sendungen stiegen die Downloads von Hell's Kitchen um 114 Prozent, beim Stafel-Finale von MasterChef wurde sogar ein Anstieg um 189 Prozent verzeichnet.

Festplatten-Recorder als legale Alternative

Neben BitTorrent nutzen Zuschauer aber auch weitere Quellen wie YouTube. Mehrere zehntausend Nutzer sahen dort beispielsweise die aktuelle Folge von Hell's Kitchen. Als legale Alternative steht den Zuschauern jedoch weiterhin offen, die TV-Sendungen mit Hilfe eines Festplatten-Recorders oder eines klassischen Videorekorders direkt aufzunehmen.

(Jörg Schamberg)

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