Gefährlicher 3D-Druck

Forscher: Mit 3D-Druckern hergestellte Objekte enthalten Giftstoffe

Mit 3D-Druckern lassen sich Gegenstände aus verschiedenen Materialien selbst herstellen. Allerdings sind die Objekte aus dem 3D-Drucker nicht ganz ungefährlich, wie jetzt Forscher der Universität von Kalifornien in Riverside (UCR) herausgefunden haben. Im Test mit Zebrafischen ermittelten sie eine höhere Sterblichkeit und Fehlbildungen.

Jörg Schamberg, 11.11.2015, 09:49 Uhr (Quelle: DPA)
3D-Drucker© oporkka / Fotolia.com

Riverside - Im 3D-Drucker selbst hergestellte Gegenstände können zahlreiche unbekannte Giftstoffe enthalten. Das haben Forscher der Universität von Kalifornien in Riverside (UCR) herausgefunden.

Höhere Sterblichkeit und Fehlbildungen bei Kontakt mit 3D-Druckerprodukten?

Sie testeten Objekte aus Druckern, die geschmolzenes Plastik zum Modellieren verwenden, aber auch solche aus Druckern, die mit Kunstharz betrieben werden. In Versuchen mit Zebrafischembryos stellten die Forscher fest, dass diese in Kontakt mit 3D-Druckerprodukten zu höherer Sterblichkeit und Fehlbildungen neigten. Die Fische reagierten der Untersuchung nach besonders empfindlich auf Teile aus Druckern, die flüssiges Kunstharz verwenden.

Auch während der Produktion von Teilen in 3D-Druckern werden Schadstoffe freigesetzt. Wie "golem.de" berichtet, haben Wissenschaftler des Illinois Institute of Technology nachgewiesen, dass dabei große Mengen ultrafeiner Partikel (UFP) in die Umgebung abgegeben werden. Diese können sich unter anderem in der Lunge anreichern und dort für schlimmstenfalls Lungenkrebs oder Asthma verursachen. Die Forscher raten daher dazu, 3D-Drucker nur in gut belüfteten Räumen und mit Atemmaske zu verwenden.

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