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FON will Städte mit kostenlosem WLAN versorgen

Bislang animierte das Unternehmen vor allem Privatnutzer, ihren Internetanschluss per WLAN mit anderen zu teilen. Jetzt rücken mit "FON-City" ganze Städte in sein Blickfeld.

08.05.2007, 17:12 Uhr
Paar mit Laptop© Syda Productions / Fotolia.com

Als FON 2005 in Spanien gegründet wurde, war das Ziel, die weltweit größte WLAN-Community aufzubauen. Wer einen Breitband-Internetanschluss sein Eigen nennt, soll diesen mit anderen teilen, indem er den speziellen Router La Fonera in Betrieb nimmt und so einen WLAN-Hotspot zur Verfügung stellt. Die Idee des mittlerweile in Großbritannien eingetragenen Unternehmens FON Wireless Ltd. scheint recht erfolgreich zu sein: Eigenen Angaben zufolge kann das Projekt weltweit knapp 400.000 Mitglieder verzeichnen, von denen mehr als 150.000 bereits einen FONspot zur Verfügung stellen. Doch damit nicht genug: Jetzt startet das Projekt FON-City, bei dem sich auch deutsche Städte bewerben können und bis zu 5.000 Access Points gratis erhalten.
Bewerben oder vorschlagen
Mit der Aktion sollen Städte in Deutschland die Möglichkeit erhalten, ihren Bürgern und Besuchern einen kostenfreien oder zumindest günstigen WLAN-Zugang anbieten zu können. Dazu werden im Rahmen der Initiative bis zu 5.000 La Foneras und Signalverstärker zur Verfügung gestellt, um sie in Gebäuden der Stadt und an öffentlichen Plätzen aufzustellen.
Die Städte können sich online über das FON-City Portal bewerben. Auf dem Portal können aber auch Bürger ihre Stadt als FON-City vorschlagen. Wichtigstes Kriterium für die Bewerbung ist natürlich die Kooperation der Stadtverwaltung. Darüber hinaus sind aber auch die Anzahl und Lage öffentlicher Gebäude und Plätze wichtig sowie die Besucher- und Touristenzahlen. Wird eine Stadt als FON-City ausgewählt, erhält sie zunächst die Router, um eine schnelle Grundabdeckung zu erreichen. Anschließend würden gemeinsam öffentliche Plätze, belebte Straßenzüge, aber auch Cafés und Ladenlokale dazu genommen, heißt es in der Unternehmensmitteilung.
Beispiele machen Schule
Zusätzlich erhält die frischgebackene FON-City ein individuell angepasstes Zugangs-Portal, auf dem sie sich präsentieren kann. Darüber können alle Besucher frei auf den Internetauftritt der Stadt zugreifen und beispielsweise Informationen zu Tourismus, Kultur oder Wirtschaft finden. Im europäischen Ausland haben sich bereits Städte gefunden, die ihre Bewohner und Gäste mit FONspots versorgen. Im spanischen Malaga seien laut FON zum Beispiel nicht nur das Rathaus, sondern auch mehr als 100 städtische Gebäude mit La Foneras ausgestattet. Auch in Frankreich, Italien und Norwegen sollen Städte und Gemeinden bereits entsprechende WLAN-Netze aufgebaut haben.

(Aleksandra Leon)

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