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Fon kämpft mit WLAN-Schmarotzern

Fon, das ist die deutschlandweit größte private WLAN-Community. Nun gibt es Probleme: Die kostenlos verteilten Router werden nicht in Betrieb genommen und auch nicht zurück geschickt.

23.01.2007, 00:01 Uhr
Paar mit Laptop© Syda Productions / Fotolia.com

Das spanische Unternehmen Fon hat es sich zum Ziel gesetzt, weltweit ein kostenloses WLAN-Netzwerk zu etablieren. Dazu werden kostenlos WLAN-Router namens "La Fonera" verteilt, gegen das Versprechen, mit diesen auch ein WLAN-Netz zur Verfügung zu stellen. Allerdings halten sich viele Nutzer nicht daran.
Fehlende Teilnahme
Fon ist bereits zur größten privaten WLAN-Community in Deutschland aufgestiegen. Nun deutet ein Weblog-Eintrag darauf hin, dass die Fon-Betreiber langsam der Mut verlässt. Hier werden die Fon-Nutzer und Empfänger der La Fonera-Hardware darum gebeten, doch bitte die Router in Betrieb zu nehmen. Und das nicht zum ersten Mal.
Zudem scheint die Community Schwierigkeiten mit Manipulationen am Router zu haben. So heißt es in dem Blog-Eintrag, dass "Eingriffe in die La Fonera"-Firmware tunlichst unterlassen werden sollen. Einerseits seien Betreiber nicht davor gefeit, entdeckt zu werden, andererseits stehe dann auch das durch die Community gewährte, weltweite Recht auf WLAN-Roaming zur Diskussion. Mit anderen Worten: Sie kann entzogen werden.
Schickt die Router zurück!
Deshalb ruft Fon die Nutzergemeinde auf, alle Router baldmöglichst in Betrieb zu nehmen, zu registrieren und in Fensternähe aufzustellen. Offensichtlich scheinen auch viele Fon-Nutzer vergessen zu haben, die Geräte an den Anbieter zurückzuschicken. Gegenüber Pressetext.at äußerte sich Fon-Sprecher Florian Forster folgendermaßen: "Es ist einfach eine Erinnerung an unsere Mitglieder. Wer den Router bei sich dann nicht im laufenden Betrieb haben will, der schickt ihn einfach zu uns zurück. Einige Leute haben das schon gemacht. Allerdings handelt es sich dabei um eine sehr kleine Minderheit."

(Christian Rentrop)

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