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"Focus": Terminierungsentgelte sollen sinken

Nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins sollen die Terminierungsentgelte im Mobilfunk um zehn Prozent sinken. Die Netzbetreiber würden hingegen lieber eine Erhöhung sehen - nur E-Plus nicht.

02.02.2009, 00:01 Uhr
Smartphone© goodluz / Fotolia.com

Deutsche Mobilfunk-Kunden können sich laut eines Berichts des Nachrichtenmagazins "Focus" auf sinkende Minutenpreise beim Telefonieren mit dem Handy freuen. Das Blatt berichtet ohne Angaben von Quellen, die Bundesnetzagentur plane, die so genannten Terminierungsentgelte zu senken. Diese Gebühren werden zwischen den deutschen Netzbetreibern berechnet, wenn ein Gespräch von einem in ein anderes Netz überstellt wird.
Sinkende Preise?
Derzeit dürfen T-Mobile und Vodafone von ihren Wettbewerbern für die Vermittlung von Gesprächen in ihre Netze pro Minute 7,92 Cent verlangen, E-Plus und o2 dürfen 8,80 Cent pro Minute berechnen. Bis 2012 könnte der Minutenpreis laut Focus stufenweise auf sieben Cent sinken. Dann wäre es denkbar, dass zum Beispiel Mobilfunk-Discounter ihre Minutenpreise zu Gunsten der Kunden weiter absenken – von derzeit meist neun Cent pro Minute auf etwa acht Cent. Zu beachten ist hierbei allerdings, dass es bereits heute Anbieter gibt, die pro Minute weniger als neun Cent berechnen. Zum Beispiel simply im Tarif easy, solomo im 0/8/5-Tarif oder maxxim.
Netzbetreiber wollen mehr Geld – nur E-Plus nicht
Mit einer Absenkung der Terminierungsentgelte würde die Bundesnetzagentur zumindest teilweise gegen die Anträge der Netzbetreiber entscheiden. Während T-Mobile, Vodafone und o2 für eine Anhebung der Gebühren votieren, möchte E-Plus eine Absenkung erreichen. Stufenweise sollen die Entgelte nach dem Willen von E-Plus bis 2012 auf 6,8 Cent pro Minute sinken. T-Mobile und Vodafone haben in ihren Anträgen einen Minutenpreis von 8,39 Cent beziehungsweise 8,23 Cent beantragt. Von o2 wird zunächst eine Verdoppelung auf 16,43 Cent pro Minute erwartet, bevor schließlich eine Absenkung auf 14,43 Cent pro Minute erreicht werden soll.
Abzuwarten gilt, wie sich die Bundesnetzagentur schließlich entscheiden wird. Die aktuellen Preise sind noch bis Ende März gültig.

(Hayo Lücke)

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