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"Focus": Telekom will Glasfaserausbau vorantreiben - Highspeed-Internet für 50 Städte

Die Deutsche Telekom will angeblich in der kommenden Woche zahlreiche Sonder-Anträge zum Glasfaserausbau bei der Bundesnetzagentur einreichen. Rund 50 Städte und auch ländliche Regionen sollen laut "Focus" schon bald von Highspeed-Internet profitieren.

27.07.2014, 14:30 Uhr
Telekom Zentrale© Deutsche Telekom AG

Das Glasfasernetz der Deutschen Telekom ist bislang noch ein Flickenteppich. Nur in wenigen Städten steht das "Giganetz" mit Download-Geschwindigkeiten von bis zu 200 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) und Upload-Raten von bis zu 100 Mbit/s in der Praxis wirklich zur Verfügung. Doch nun soll es laut "Focus" vorangehen.

Schnelleres Internet in 50 Städten?

Wie das Nachrichtenmagazin am Sonntag berichtete, will der Bonner Konzern in der kommenden Woche zahlreiche Sonder-Anträge für den Glasfaser-Ausbau bei der zuständigen Bundesnetzagentur einreichen. Gibt die Regulierungsbehörde grünes Licht, will die Telekom in 50 Städten sowie auch in ländlichen Gebieten nach Angaben des "Focus" dann "bald schon" schnellere Internet-Anschlüsse anbieten können. Konkrete Details zum Ausbau wurden allerdings nicht genannt. Unklar bleibt somit, ob es sich bei den angekündigten Ausbaumaßnahmen vielleicht lediglich um den Einsatz der Vectoring-Technologie handelt, die VDSL-Anschlüsse auf Bandbreiten von bis zu 100 Mbit/s beschleunigt.

Derweil gibt es an der von der Bundesregierung geplanten Digitalen Agenda bereits Kritik, noch bevor der Entwurf final vorgelegt wurde. Angeblich sollen jährlich lediglich 10 Millionen Euro an Fördergeldern für den Breitbandausbau bereitstehen. Das ist offenbar in der Koalition selbst aber umstritten. "Hier müssen deutlich mehr Bundesmittel zur Verfügung gestellt werden", fordert Yannick Hann, netzpolitischer Sprecher der SPD.

VATM kritisiert geringe staatliche Fördermittel für Breitbandausbau

Kritik kam bereits vom Branchenverband VATM: Geschäftsführer Jürgen Grützner bezeichnete einen solchen Betrag angesichts der erforderlichen Investitionen in den Breitbandausbau als "lächerlich". Laut Grützner gehe es "um fehlende zweistellige Milliardenbeträge, nicht um Millionen."

(Jörg Schamberg)

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