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"Focus": Teldafax-Manager sollen Firmengelder in Millionenhöhe veruntreut haben

Den ehemaligen Teldafax-Managern drohen laut "Focus" nun auch Anklagen wegen der Veruntreuung von Firmengeldern. Firmengründer Michael Josten soll beispielsweise Teldafax-Gelder über die Schweiz auf eigene Konten gelenkt haben. Neue Hoffnung für die Geschädigten auf Schadensersatz?

17.02.2013, 13:01 Uhr
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Am Freitag hat die Staatsanwaltschaft Bonn Anklage gegen drei frühere Teldafax-Manager erhoben. Den Ex-Vorstandschefs Klaus Bath und Gernot Koch sowie Firmengründer Michael Josten werden sowohl Insolvenzverschleppung als auch gewerbsmäßiger Betrug vorgeworfen. Doch die Liste der Anklagepunkte könnte sich offenbar noch erweitern. Laut "Focus" drohen insgesamt 18 Beschuldigten rund um die drei ehemaligen Top-Manager auch Anklagen wegen Veruntreuung von Firmengeldern in Millionenhöhe.

Chancen auf Schadensersatz verbessert?

Firmengründer Josten soll beispielsweise über die Schweiz illegal Teldafax-Gelder auf eigene Konten gelenkt haben. Bewahrheiten sich die Vorwürfe, könnten sich die Chancen auf Schadensersatz für die durch Teldafax Geschädigten verbessern. Rechtsanwalt Karl-Hermann Bauer, der rund 250 Geschädigte vertritt, zeigt sich laut "Focus" zuversichtlich. Die Erhebung der Anklage sei "Rückenwind für zivlirechtliche Klagen".

Mit rund 700.000 Gläubigern ist die Pleite des Unternehmens aus Troisdorf bei Bonn der Firmenzusammenbruch in Deutschland mit den meisten Betroffenen. Im November vergangenen Jahres war Vorstands-Chef Gernot Koch von einem Amtsgericht in Niedersachsen zu einer Schadensersatzzahlung von 549,17 Euro verurteilt worden.

(Jörg Schamberg)

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