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"Focus": Amazon setzt nach Leiharbeiter-Skandal nur noch auf Aushilfen aus der Region

Amazon.de beschäftigt in der diesjährigen Weihnachtssaison 14.000 Aushilfen. Im Ausland angeworbene Saisonkräfte soll es nach dem Skandal im vergangenen Weihnachtsgeschäft nicht mehr geben, in den Regionen rund um die nun acht Amazon-Logistikzentren stünden genügend Arbeitskräfte zur Verfügung.

01.12.2013, 15:01 Uhr
Amazon© Amazon

Im Februar sorgte eine ARD-Dokumentation über die Unterbringung und die Arbeitsbedingungen von im Ausland angeworbenen Amazon.de-Saisonarbeitern für Empörung. Der Online-Händler hat daraus laut Nachrichtenmagazin "Focus" gelernt und setzt künftig nur noch aus Aushilfen aus der jeweiligen Region, in der ein Amazon-Logistikzentrum angesiedelt ist.

Keine Unterbringung von Aushilfen mehr

In der vergangenen Weihnachtssaison hatte Amazon.de EU-weit Aushilfskräfte angeworben und nahe einem Versandzentrum in Hessen einquartiert. Nach der Ausstrahlung einer TV-Reportage gelobte der Versandhändler Besserung, unter anderem trennte sich Amazon von dem umstrittenen Sicherheitsdienst.

"Wir haben uns entschieden, in diesem Jahr nur aus der Region zu rekrutieren. Damit wird keine Unterbringung mehr nötig", erläuterte Amazon Deutschland-Chef Ralf Kleber gegenüber dem "Focus". Im diesjährigen Weihnachtsgeschäft beschäftigt Amazon rund 14.000 Aushilfen. Der Online-Händler verfüge in Deutschland nun über Logistikzentren in acht Regionen, daher ließen sich vor Ort genügend Arbeitskräfte finden.

(Jörg Schamberg)

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