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Flut in Thailand lässt Festplattenpreise steigen

Aufgrund massiver Ausfälle in der Festplattenproduktion durch die Flut in Thailand sind die Preise für Speicher-Laufwerke im Aufwind. Thailand ist der zweitgrößte Festplatten-Exporteur der Welt.

27.10.2011, 13:19 Uhr (Quelle: DPA)
Laptop© Micha Bednarek / Fotolia.com

Die Flut in Thailand hat zu massiven Ausfällen in der Produktion von Festplatten geführt. Der Hersteller Western Digital (WDC) kündigte am Donnerstag an, dass der Produktionsstopp in zwei Fabriken zu Preissteigerungen führen werde.

Sorge um die Beschäftigen

Nach dem verheerenden Erdbeben in Japan ist WDC damit zum wiederholten Mal innerhalb weniger Monate direkt von einer Naturkatastrophe betroffen. "Unsere vorrangige Sorge gilt dem Schicksal unserer Beschäftigten", erklärte Vorstandschef John Coyne in einem Brief an die Kunden des Unternehmens.

Der US-Hersteller beschäftigt in Thailand 37.000 Arbeiter. Nach einem Bericht der "Bangkok Post" befinden sich rund 60 Prozent der gesamten Produktionskapazitäten von Western Digital in dem von der Flut verwüsteten Land.

Preisanstieg um 20 Prozent

Und WDC ist nicht allein: Auch andere Festplatten-Bauer sind in Thailand entweder mit eigenen Werken präsent oder klagen über Lieferengpässe benötigter Komponenten. So stand etwa zeitweise eine Fabrik der japanischen Nidec Corp unter Wasser, in der ein Großteil der weltweit produzierten Laufwerksmotoren gefertigt werden.

Thailand ist nach China der weltweit zweitgrößte Festplatten-Exporteur. Laut "Bangkok Post" stehen dort rund ein Viertel aller globalen Herstellungsstätten. Die Ausfälle haben daher deutliche Auswirkungen auf die Weltmarktpreise. Diese seien innerhalb kürzester Zeit bereits um 20 Prozent gestiegen, so das Blatt.

(Christian Wolf)

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