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Flucht - weniger Tauschbörsen-Nutzer nach Drohung

15.07.2003, 13:04 Uhr
Laptop© Micha Bednarek / Fotolia.com

Nach der Drohung der RIAA, man werde alle Anbieter von Musik strafrechtlich verfolgen, ist die Zahl der Tauschbörsen-Nutzer gesunken.
Erste Auswirkungen
Dies jedenfalls ergibt eine Studie im Rahmen der Nielsen NetRatings, die die Reichweite von bekannten Web-Angeboten feststellen. Demnach hat die RIAA-Ankündigung, man werde die IPs von Musik-Anbietern speichern und die Leute hinter den Nummern strafrechtlich verfolgen, bereits merkbare Auswirkungen.
Und so sanken sowohl bei KaZaA als auch bei Morpheus die Transferzahlen. Immerhin wurden etwa 15 Prozent weniger Transfers über die beiden Netzwerke als vor der Ankündigung der gerichtlichen Verfolgung von Privatpersonen festgestellt.
Auf Dauer gesichert
Allerdings dürfte dies auf Dauer keine Gefahr für die Tauschbörsen sein, denn die meisten Nutzer bleiben den Börsen treu. Zudem soll es von KaZaA demnächst eine neue Softwareversion mit einer größeren Anonymität der Tauschbörsen-Nutzer geben.
Und da wären dann noch Tauschbörsen wie ES5, die speziell auf eine möglichst sichere Anonymität hin entwickelt wurden. Im schlimmsten Fall wandern die User also zu einer sichereren Tauschbörse ab, doch das Sharing wird damit nicht unterbunden.

(Alexander Moritz)

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