Bericht im Auftrag von Liberty Global

Flächendeckende Gigabit-Netze sorgen bis 2025 für Milliardenumsätze

Welche Möglichkeiten flächendeckende Gigabit-Netze bieten und welche Auswirkungen sie auf die Wirtschaft in Europa haben, zeigt jetzt ein Bericht der Unternehmensberatung Arthur D. Little im Auftrag der Unitymedia-Mutter Liberty Global.

Jörg Schamberg, 21.09.2017, 12:12 Uhr
Internet© arquiplay77 / Fotolia.com

Köln – Noch sind Internetanschlüsse mit Gigabit-Geschwindigkeit für private Nutzer nur Zukunftsmusik. Doch schon ab 2018 wollen die Kabelnetzbetreiber Vodafone (www.vodafone.de/kabel Bei diesem Link handelt es sich um einen Affiliate-Link (Partnerlink), der Nutzer auf Seiten Dritter führt. Wird dort ein Kauf getätigt, erhalten wir unter Umständen eine Provision. Diese Vergütung trägt dazu bei, dass wir unseren Service für Nutzer kostenlos anbieten können.
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) und Unitymedia (www.unitymedia.de Bei diesem Link handelt es sich um einen Affiliate-Link (Partnerlink), der Nutzer auf Seiten Dritter führt. Wird dort ein Kauf getätigt, erhalten wir unter Umständen eine Provision. Diese Vergütung trägt dazu bei, dass wir unseren Service für Nutzer kostenlos anbieten können.
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) in Deutschland in ersten Städten Kabelanschlüsse mit Gigabit-Speed anbieten. Doch welche Auswirkungen haben solche Highspeed-Netze?

Gigabit-Internet löst Investitionswelle in Europa aus

Einen Blick in die Zukunft der kommenden Gigabit-Gesellschaft wirft jetzt ein Bericht der Unternehmensberatung Arthur D. Little, die Unitymedias Mutterkonzern Liberty Global in Auftrag gegeben hat. Demnach soll die sogenannte GIGAWorld, in der flächendeckend Gigabit-Internet verfügbar ist, die Wirtschaft ankurbeln und in Europa bis 2025 eine Welle von Investitionen von mindestens 250 Milliarden Euro und bis zu 650 Milliarden Euro pro Jahr auslösen.

Viele neue Möglichkeiten durch Gigabit-Netze

Weltweit könne bis zu diesem Zeitpunkt sogar mit jährlichen Investitionen von mindestens 1,3 Billionen Euro bis 3,5 Billionen Euro jährlich gerechnet werden. Die Unternehmensberatung geht davon aus, dass durch die Gigabit-Netze viele neue technische Möglichkeiten verfügbar werden. Als Beispiele werden robotergestützte, ferngesteuerte Telechirurgie, Sportveranstaltungen, die über dreidimensionale Hologramme übertragen werden, sowie Drohnenroboter, die die Fenster von Wolkenkratzern reinigen, genannt.

Damit dies alles Wirklichkeit werden könne, hänge jedoch viel von der "Vorhersehbarkeit und Eindeutigkeit der politischen Rahmenbedingungen" ab. Sämtliche Marktteilnehmer müssten motiviert werden, in die GIGAWorld zu investieren. Dabei seien auch neue Geschäftsmodelle denkbar.

Der Bericht geht von drei großen GIGA-Anwendungen aus:

  • Augmented Discovery: Verschmelzung von digitalem Inhalt mit der physischen Welt; denkbar sind die Übertragung von Sportveranstaltungen über Hologramme oder der Einsatz im Unterricht. Mit Augemented Discovery sollen sich bis 2025 Umsätze zwischen 80 und 175 Milliarden Euro pro Jahr erzielen lassen.
  • Virtual Telepresence: Physische oder geographische Grenzen werden durch virtuelle Umgebungen überwunden; gedacht wird etwa an virtuelle soziale Interaktion oder an ineinandergreifende Einkaufserlebnisse. Bis 2025 sollen Umsätze von 20 bis 60 Milliarden Euro pro Jahr in Euro möglich sein.
  • Automated Living: Maschinen übernehmen Entscheidungen und Aufgaben von Menschen: Drohnen überwachen Landwirtschaftsflächen, für Patienten gibt es Telemonitoring. In diesem Bereich sollen sich in Europa bis 2025 sogar Umsätze von 150 bis 425 Milliarden Euro pro Jahr erwirtschaften lassen.

Hohe Anforderungen an Gigabit-Netze

Diese Gigabit-Anwendungen würden Auswirkungen auf viele Wirtschaftsbereiche haben. Doch an die Gigabit-Netze werden dabei laut den Experten von Arthur D. Little hohe Leistungsanforderungen gestellt. Über sie müssen sowohl hohe Bandbreiten, niedrige Latenz, hohe Zuverlässigekit, Sicherheit und Belastbarkeit als auch eine großflächige Abdeckung und Positionsgenauigkeit erreichbar sein.

"Die Gesellschaft wird davon profitieren, wenn Unternehmen mit Regierungen und Regulierungsbehörden zusammenarbeiten, um den nächsten Innovationszyklus voranzutreiben, die Nutzung der GIGAapps zu ermöglichen und neue Werte zu erschließen", so Liberty Global Senior Vice President und Chief Corporate Affairs Officer Manuel Kohnstamm.

"Die gegenwärtig stattfindende vierte industrielle Revolution, in deren Mittelpunkt cyber-physische Systeme stehen, löst eine Welle technologischer Innovation aus, die digitale Anwendungen von Grund auf verändert", betont auch Gregory Pankert, Partner bei Arthur D. Little.

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