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Firefox Mobile 1.0 ist da - allerdings nur für "Maemo"

Laut Mozilla sind zwei weitere Versionen - für Windows Mobile und Googles Android - in Arbeit. Die Unterstützung anderer Smartphone-Betriebssysteme ist allerdings nicht geplant: Firefox für iPhone, Symbian und Blackberry soll es nicht geben.

02.02.2010, 16:40 Uhr
Handy Telefonat© Yuri Arcurs / Fotolia.com

Im Dezember letzten Jahres vermeldete der Web-Analyst "Net Applications" eine explosionsartige Zunahme der mobilen Browser-Nutzung. Die höchsten Wachstumsraten verzeichneten Smartphones mit Android-Betriebssystem und Blackberry-Geräte. Auch das iPhone ist weiterhin unter den Top-Platzierten. Die etablierten Browser sind hingegen bisher kaum in der Welt des mobilen Internets vertreten. Lediglich Opera wurde auch hier seiner Rolle als ewiger Avantgardist der Webtools gerecht und verfügt bereits über zwei Versionen für die Nutzung unterwegs. Auch Mozilla hat nun nachgezogen und die Final von Firefox Mobile 1.0 präsentiert. Unverständlich bleibt jedoch auch nach der Entwicklungsphase, dass dieser ausgerechnet auf dem wenig verbreiteten Nokia-OS Maemo seine Premiere feiert und auf vielen anderen Systemen nicht erscheinen wird.
Firefox Mobile: Nokia N900 empfohlen
Explizit empfohlen wird die Installation von Firefox Mobile sogar nur auf dem Nokia N900 – der Browser ist allerdings auch auf den Modellen N800 und N810 lauffähig. Darüber hinaus steht derzeit lediglich eine Alpha-Version des Programms für Windows Mobile zur Verfügung. Für die nahe Zukunft plant Mozilla außerdem eine Android-Version – mehr allerdings auch nicht. Symbian-Smartphones, iPhone und Blackberry bleiben demnach außen vor. Verantwortlich hierfür seien unter anderem die Restriktionen und Unwägbarkeiten der betreffenden Betriebssysteme, so die Mozilla-Wiki. Auch Besitzer klassischer Mobiltelefone werden zudem auf die zahlreichen Features des Internet-Neulings verzichten müssen. Bei vielen Nutzern dürfte die angekündigte Beschränkung auf wenige Plattformen für lange Gesichter sorgen. Denn Firefox Mobile 1.0 bietet auch echte Neuheiten, die es bei Konkurrenzprodukten bisher nicht gibt. So ist Mozillas Mobilbrowser der erste seiner Art, der Add-ons unterstützt. Mehr als 60 kleine Zusatzprogramme stehen aktuell zum Download bereit.


Mozilla präsentiert die Funktionen von Firefox Mobile 1.0 (englisch).

Bereits von Haus aus verfügt der Taschenfuchs – Beta-Codename Fennec - über eine intelligente Eingabeleiste, die aus wenigen eingegebenen Buchstaben automatisch Seitenvorschläge generiert – ausgehend von persönlichen Parametern wie Surfverhalten und gespeicherten Lesezeichen. Auf Wunsch liefert er zudem automatisch lokal relevante Inhalte - jeweils abgestimmt auf den momentanen Standort des Nutzers – und lässt sich mit der PC-Version synchronisieren. Auch Passwort-Manager und Popup-Blocker sind nativ fest integriert. Die weitere Ausstattung entspricht zu großen Teilen ebenfalls dem PC-Pendant – Flash-Unterstützung gibt es hingegen nicht. Dafür empfiehlt Mozilla die Installation des Add-ons "YouTube Enabler". Wer über das richtige Smartphone verfügt und das Programm ausgiebig testen will, findet den Download von Firefox Mobile 1.0 in mehr als 30 Sprachen auf der Mozilla-Homepage.

(Christian Wolf)

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