News

Firefox 29: "Australis" bringt frischen Wind

Firefox hat diesmal richtig zugelangt: Die Version 29 kommt mit den meisten Änderungen seit langem daher. Das Ziel: Mehr Übersicht und ein trendiges Outfit. Der Weg dahin: die neue Benutzeroberfläche "Australis".

29.04.2014, 19:01 Uhr
Internet© Daniel Fleck / Fotolia.com

Der vor allem in Deutschland beliebte Browser Firefox von Mozilla steht in einer neuen Version zur Verfügung: In Firefox 29 wurde zwei Jahre Entwicklungszeit investiert. Die neue Bedienoberfläche unter dem Arbeitstitel Australis sollte eigentlich schon im vergangenen Jahr veröffentlicht werden. Australis soll mehr Ordnung schaffen, wirkt spartanischer und erinnert dadurch optisch an Chrome. Außerdem ist mit 1.5 ein vereinfachtes Firefox Sync mit an Bord.

Überarbeitung von Sync

Durch die neuen Firefox-Konten fällt die Authentifizierung per Sicherheitscode weg. Hier erstellen die Nutzer ein neues, kostenloses Firefox-Konto, verbinden anschließend andere Firefox-Installationen und bestimmen, welche Inhalte synchronisiert werden sollen. Dadurch können Anwender ihre Browsereinstellungen überall verwenden und auch unterwegs auf nützliche Optionen wie Chronik oder Lesezeichen zuzugreifen.

Oben rechts befindet sich das Menü unter dem "Hamburger-Button", gekennzeichnet durch drei Querlininen, der Zugriff auf die wichtigsten Funktionen wie Lesezeichen, Surfen ohne Chronikeintrag und Drucken erlaubt. Einmal ausprobiert, erschließen sich die Funktionen schnell und intuitiv von selbst. Ein kurzer virtueller Rundgang erläutert bei Bedarf die wichtigsten Funktionen. Wer gern mit einem vertrauten Menü arbeitet, kann sich die Symbolleiste recht einfach per Drag und Drop auf die persönlichen Vorlieben anpassen. Dazu muss der Anwender die Symbole aus dem Symbol-Container auf die Leiste ziehen und loslassen. Mit einem Klick ist er dann wieder bei der Originaleinstellung und kann den Browser neu konfigurieren.

Schnelltest: Übersichtlich und flüssig

Die Tabs sind nun weiter oben angelegt, um Inhalten mehr Raum zu geben. Besucht ein Nutzer einen der Reiter, so werden dessen Ecken rund dargestellt, um den aktiven Reiter von den inaktiven zu unterscheiden. Diese liegen blass im Hintergrund, bis sie wieder aktiviert werden. Auch Add-ons sind wieder mit dabei: So soll für sicheres Surfen sorgen und Ghostery Daten schützen und dem Nutzer zeigen, wer ihm so alles folgt. Auch verschiedene Design-Themen sind hier verfügbar.

Im Redaktions-Schnelltest überzeugt Firefox 29 durch die intuitive und flüssige Bedienung und das übersichtliche und zeitgemäße Design. Die Basisfunktionen sind schnell erschlossen, auch ohne stundenlang Online-Handbücher zu wälzen, der Browser arbeitet zügig und die Design-Themen sorgen für Abwechslung, ohne sich zu sehr in den Vordergrund zu drängen. Auch die vereinfachte Sync-Funktion wird viele Anwender überzeugen, die oft von unterwegs surfen und verschiedene Arbeitsstationen nutzen, sei es in Büros oder über die Rechner von Freunden. Trotz der intuitiven Bedienung wird der ein oder andere Nutzer nicht mit Version 29 zufrieden sein. Wer sich so gar nicht mit dem neuen Aussehen von Firefox anfreunden kann, lädt sich die Erweiterung Classic Theme Restorer, mit der sich zur alten Oberfläche zurückkehren lässt.

Firefox 29 gibt es aktuell für Windows, für Mac OS sowie für Linux 32 Bit. Die Android-Version samt der vereinfachten Sync-Funktion soll in Kürze folgen. Einmal installiert, kommen weitere Updates automatisch aus dem Internet. Antworten auf die wichtigsten Fragen finden die Nutzer auf Mozillas Support-Seite.

(Dorothee Monreal)

Kommentieren Forum
Zum Seitenanfang