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Finanzdaten von US-Stars und Politikern im Web veröffentlicht

Update: Schock für US-Promis wie Beyoncé, Ashton Kutcher oder auch Politiker wie Hillary Clinton: Sie müssen davon ausgehen, dass ihre Adressen, Telefonnummern, Finanzdaten und vieles mehr im Internet veröffentlicht wurden. Wer hinter der Aktion steckt, ist völlig unklar, die Daten stammen teilweise aus einer Wirtschaftsauskunftei.

13.03.2013, 08:01 Uhr (Quelle: DPA)
Welt© Julien Eichinger / Fotolia.com

Unbekannte haben angeblich Finanzdaten und persönliche Informationen von Prominenten wie Jay-Z, Beyoncé, Ashton Kutcher und Mel Gibson im Internet veröffentlicht. Unter anderem seien Adressen, Telefonnummern, Sozialversicherungsnummern und Informationen über Kredite und Hypotheken online aufgetaucht, berichteten US-Medien wie "Hollywood Reporter" und "TMZ.com" am Dienstag. Die Sozialversicherungsnummer ist in den USA ein wichtiges Identifizierungs-Kennzeichen für Steuerzwecke und Kreditprüfungen. Die Echtheit der Daten wurde jedoch zunächst nicht bestätigt.

Auch Michelle Obama und Hillary Clinton betroffen

Neben den Musik-Stars Jay-Z und Beyoncé und den Schauspielern Kutcher und Gibson seien auch die TV-Sternchen Kim Kardashian und Paris Hilton sowie die Sängerin Britney Spears und der Immobilien-Mogul Donald Trump betroffen. Auch Daten von US-Politikern wie Ex-Außenministerin Hillary Clinton und Vize-Präsident Joe Biden sowie von FBI-Direktor Robert Mueller und Generalbundesanwalt Eric Holder seien auf der Website veröffentlicht worden. Die Betroffenen äußerten sich zunächst nicht.

Die Website, die unter der Domain .su der ehemaligen Sowjetunion angemeldet wurde, war am Dienstag teilweise nicht mehr zugänglich. Auf der weiterhin sichtbaren Hauptseite war ein Bild von einem gespenstisch geschminkten Mädchen zu sehen, darüber stand "The Secret Files" ("Die Geheimakten"). Die Polizei in Los Angeles hat bereits eine Untersuchung eingeleitet.

Update vom 13. März, 12:35 Uhr: Daten stammen teilweise aus Auskunftei

Die sensiblen Daten von US-Prominenten, die im Internet veröffentlicht wurden, stammen einem Bericht des Technologie-Portals Arstechnica.com zufolge zumindest teilweise aus den Datenbeständen der US-Wirtschaftsauskunftei Equifax. Die Finanzdaten und persönliche Informationen von vier Betroffenen seien "zweckwidrig" von der Equifax-Website annualcreditreport.com in die Hände von Unbekannten gelangt, sagte ein Firmensprecher dem Portal.

(Jörg Schamberg)

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