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Filehoster - Datentausch auf einen Klick

Große Dateien oder Datenmengen wie etwa Dokumenten- Film- oder Bildersammlungen lassen sich im Netz über sogenannte Filehoster hochladen und anderen zugänglich machen - wie beim abgeschalteten Megaupload.

21.01.2012, 13:01 Uhr (Quelle: DPA)
Internet© arquiplay77 / Fotolia.com

Große Dateien oder Datenmengen wie etwa Dokumenten- Film- oder Bildersammlungen lassen sich im Netz über sogenannte Filehoster hochladen und anderen zugänglich machen. Die Dienste ermöglichen einen relativ schnellen Austausch von riesigen Datenpaketen, die sich wegen ihrer schieren Größe zum Beispiel über E-Mail kaum mehr versenden lassen. Da das Hoch- und Herunterladen auch großer Dateien besonders schnell und unkompliziert vonstattengeht, bezeichnet man sie auch als One-Click-Hoster oder Sharehoster.

Highspeed gegen Bezahlung

Die Filehoster bieten dafür ihre Website und entsprechende Datenleitungen an. Die Dateien werden auf Servern gespeichert. Der Empfänger muss für den Zugang eine bestimmte Internet-Adresse anwählen und kann dann auf das Material zugreifen.

Viele Anbieter stellen das Hochladen und den Zugriff auf die Dateien kostenlos mit verminderter Übertragungsgeschwindigkeit zur Verfügung. Kostenpflichtig wird der Dienst dann, wenn der Kunde ohne große Wartezeit seine Dateien hochladen und bereitstellen will. Auch das nun ins Fadenkreuz des FBI geratene Megaupload bot seine Dienste mit Einschränkungen kostenlos an. Kostenpflichtig ist bei vielen Anbietern auch die Möglichkeit, Dateien unbeschränkter Größe und ohne Geschwindigkeitsdrossel herunterzuladen.

Für das Teilen oder Bereitstellen größerer Fotosammlungen bietet schon länger eine Reihe kommerzieller Anbieter wie Yahoos Flickr, Microsoft Live oder Picasa von Google ihre Dienste an. Die auch Image-Hoster genannten Plattformen haben sich als beliebte Community-Werkzeuge etabliert.

Film- und Musik-Industrie wittern illegale Downloads

Filehoster-Plattformen wie Rapidshare oder die nun ins Visier der amerikanischen Ermittlungsbehörden geratenen Megaupload sind allerdings seit je der Film- und Musikindustrie ein Dorn im Auge, da sie sich als illegale Plattformen für den Austausch urheberrechtlich geschützten Material eignen.

Als Tauschplattform haben sie in den letzten Jahren zunehmend die lange populären Tauschnetzwerke (P2P, Peer to Peer) verdrängt, über die sich die Nutzer mit ihren Rechnern zu einem großen Netzwerk verbinden, in dem Dateien in kleine Blöcke aufgeteilt gleichzeitig hoch- und heruntergeladen werden.

(Hayo Lücke)

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