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Fiasko um Premiere-Aktien: Neuer Tiefststand

Der Aktienkurs des Pay-TV-Senders rutsche am Mittwoch um fast 25 Prozent in den Keller und notierte zeitweilig mit 1,42 Euro. Weitere Verluste werden nicht ausgeschlossen.

08.04.2009, 12:29 Uhr
Datenverkehr© Julien Eichinger / Fotolia.com

Aktionäre des Münchner Pay-TV-Senders Premiere haben in diesen Wochen nicht viel zu lachen. Eine Hiobsbotschaft reiht sich an die nächste: falsche Kundenzahlen, Rekordverlust im Jahr 2008, minimaler Ausgabepreis neuer Premiere-Aktien im Rahmen einer Kapitalerhöhung. Nachrichten, die an der Börse alles andere als positiv aufgenommen wurden. Am Mittwoch sackte der Kurs des Premiere-Papiers auf ein historisches Tief ab.
Neuer Tiefpunkt
Die Premiere-Aktie verlor zwischenzeitlich fast ein Viertel ihres Wertes und notierte nur noch mit 1,42 Euro. Damit wurde der TV-Sender an der Börse nur noch mit etwa 165 Millionen Euro bewertet. Als Ursache für das neue Desaster gilt der Ausgabepreis von nur 1,12 Euro pro Aktie im Rahmen der am vergangenen Sonntag festgezurrten Kapitalerhöhung.
Börsen-Experten gehen davon aus, dass sich der Kurs der Premiere-Aktie in den nächsten Tagen weiter nach unten bewegen wird, um sich dem Ausgabepreis der neuen Aktien anzugleichen. Daher wird geraten, derzeit keine weiteren Premiere-Aktien zu zeichnen.

(Hayo Lücke)

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