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Festplattenhandys als Konkurrenz für iPod & Co

Mobiltelefone mit integrierter Festplatte haben nach einer neuen Studie das Potenzial, MP3-Player vom Markt zu stoßen.

09.05.2006, 10:46 Uhr
Handy Telefonat© Yuri Arcurs / Fotolia.com

Mobiltelefone mit integrierter Festplatte haben das Potenzial, MP3-Player vom Markt zu stoßen. Zu diesem Schluss kommt der Marktforscher ABI Research in einer aktuellen Studie. "Das Handy wird zum einzigen Gerät, das Menschen in Zukunft mit sich herumtragen werden", meint Alan Varghese, Chefanalyst der Abteilung Wireless Semiconductors Research bei ABI, berichtet die Nachrichtenagentur pte. Für Konsumenten sei es wichtig, dass es ein Produkt gibt, das Funktionen wie Telefonieren, Fotografieren, Videos, E-Mails und Web-Browsing in einem Gerät vereint.
Speicherkapazität als Problem
Einziges Problem der Allrounder sei nach wie vor die Speicherkapazität, so der Marktforscher. Samsung hat bereits 2004 das erste Handy mit Festplattentechnologie auf den Markt gebracht. Mit 1,5 Gigabyte war der Speicherplatz des SPH-V5400 noch eher bescheiden. Seit dem konnten die Hersteller die Kapazität jedoch steigern. Nokia offerierte vier Gigabyte auf dem N91, Samsung verdoppelte diesen Wert mit dem SGH-i310. An High-End-MP3-Player mit 30 oder gar 60 Gigabyte kommen die Musiktelefone jedoch noch nicht heran, räumt Varghese ein.
Varghese geht allerdings davon aus, dass es einen Punkt gibt, ab dem Kunden keinen Unterschied machen würden, ob ein Gerät 2.000 oder 7.500 Musikstücke speichern kann. "Zudem bauen Netzbetreiber ihre Angebote mit iTunes-ähnlichen Services aus, wodurch sie zusätzliche Kunden locken". Präsentiert sich das Handy noch dazu als hochwertiges Abspielgerät, so würden Nutzer aufgrund seiner Flexibilität dem All-in One-Gerätes den Vorzug gegenüber MP3-Playern geben. "Selbst wenn die Hersteller von iPod und Co. die Speicherkapazität der Geräte ständig erhöhen, werden sie allmählich Marktanteile verlieren", ist der Analyst überzeugt.

(Hayo Lücke)

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