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Festnetz-Ende naht, Handy-Flatrates kommen

Das Handy wird das traditionelle Festnetz ablösen. Zukünftig wird mobil zum Pauschalpreis telefoniert, so eine Umfrage des eco Verbands.

03.12.2005, 16:31 Uhr
SMS© TristanBM / Fotolia.com

Ist das Festnetz vom Aussterben bedroht? Wenn man der Umfrage des Verbandes der deutschen Internetwirtschaft "eco" glauben darf, wird das Handy bis zum Jahr 2010 das gute, alte Telefon ablösen. Ebenfalls seien Flatrates für Sprach- und Datendienste im Kommen.
Festnetz tot?
Die Umfrage des Arbeitskreises M-Commerce des eco Verbandes ergab, dass für rund 93 Prozent der befragten Experten das Handy das wichtigste Medium zum Telefonieren sein wird. Das Festnetz wird 2010, so wie wir es heute kennen, überhaupt keine Rolle mehr spielen, glaubt mehr als ein Drittel der Befragten. "Es ist aber noch längst nicht klar, ob die Mobilfunkbetreiber am meisten von diesem Trend profitieren werden oder ob die Festnetzbetreiber die besten Mobilfunkangebote anbieten werden", so Dr. Bettina Horster, Leiterin des eco Arbeitskreises M-Commerce.
Obwohl sich die Mobilfunkbetreiber derzeit Preisschlachten um die Minutenpreise liefern, glauben dennoch 80 Prozent der befragten Experten, dass diese schon bald von Pauschaltarifen für Sprach- und Datendienste abgelöst werden. Mehr als drei Viertel sehen durch die Flatrates eine Gefahr für die Festnetzanbieter, da diese dadurch "ernsthafte finanzielle Einbußen" in naher Zukunft zu befürchten hätten. Insgesamt sehen die Teilnehmer der Umfrage die Preise für mobiles Telefonieren als zu hoch an. Lediglich 4,5 Prozent der Befragten finden, dass Telefonieren mit dem Handy schon jetzt preiswert ist.
Wer sich nicht informiert, zahlt drauf
Mehr als zwei Drittel der Umfrageteilnehmer sehen, zumindest teilweise, überhöht angesetzte Interconnection-Gebühren der Bundesnetzagentur als ein Hindernis für eine Handy-Flatrate an, in der alle Verbindungen abgedeckt sind. Für 9,1 Prozent spielen andere Gründe eine Rolle. Mehr als 90 Prozent der befragten Fachleute geht davon aus, dass insbesondere der weniger informierte Verbraucher "kräftig mehr bezahlt", da viele Anbieter nach wie vor zwischen netzinternen und -externen Gesprächen unterschieden.

(Christopher Bach)

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