US-Behörden entsperren iPhone

FBI-Chef: iPhone-Hack lässt sich nicht bei neueren Modellen nutzen

Die vom FBI zum Entsperren des iPhone 5c eines Attentäters genutzte technische Lösung funktioniert laut Behördenchef Comey nicht bei neueren iPhone-Modellen. Apple hatte sich geweigert, den US-Behörden beim Entsperren des iPhones zu helfen.

Jörg Schamberg, 07.04.2016, 17:56 Uhr (Quelle: DPA)
Apple iPhone 6s und 6s PlusDer Passwortschutz der iPhones der 6er-Reihe lässt sich nicht vom FBI knacken.© Apple Inc.

Gambier - Die technische Lösung, mit der das FBI dem Passwort-Schutz des iPhone 5c eines toten Attentäters knacken konnte, funktioniert nicht bei neueren Modellen des Apple-Handys. Die Methode wirke weder bei Geräten der 6er-Reihe, noch beim iPhone 5s, sagte FBI-Chef James Comey bei einem Auftritt am Mittwoch.

FBI hebelte iPhone 5c mit Lösung von externem Dienstleister aus

Die Behörden hätten noch keine Entscheidung dazu getroffen, ob Apple über die technischen Einzelheiten des Vorgehens aufgeklärt werde, erklärte Comey weiter. Wenn die Methode eine Schwachstelle in Apples Software ausnutzt, könnte der Konzern diese dann schließen.

Die US-Ermittler hatten die Lösung bei einem externen Dienstleister eingekauft, nachdem Apple sich weigerte, sie beim Aushebeln der Passwort-Schutzes zu unterstützen. Der wochenlange gerichtliche Streit sorgte für viel Aufsehen.

Apple lehnt Hintertür zum iPhone für Behörden ab

Der US-Konzern hatte argumentiert, die Hilfe für das FBI hätte in dem Fall bedeutet, eine Hintertür zum iPhone zu schaffen. Comey konterte bei seinem Auftritt, es dürfte keine "absolute" Privatsphäre geben, bei der Daten auf Smartphones auch zum Wohl der öffentlichen Sicherheit nicht für Behörden zugänglich wären.

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