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"FAZ": Deutsche Post kehrt offenbar zur De-Mail zurück

"Wir befinden uns in sehr vielversprechenden Gesprächen über die De-Mail-Zertifizierung", sagte ein Postsprecher der "FAZ".

12.12.2013, 08:29 Uhr (Quelle: DPA)
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Kehrtwende in der E-Mail-Strategie der Deutschen Post: Der Bonner Konzern will sich nun offenbar doch an dem De-Mail-System beteiligen. "Wir befinden uns in sehr vielversprechenden Gesprächen über die De-Mail-Zertifizierung", sagte ein Postsprecher der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".

E-Postbrief als eigene Konkurrenz

Das E-Government-Gesetz sieht zur Versendung sensibler Daten an Behörden die De-Mail vor. Das ist ein spezieller E-Mail-Dienst, der derzeit von der Deutschen Telekom, dem Internetprovider 1&1 mit den Marken web.de und GMX sowie einer Tochtergesellschaft von Francotyp-Postalia angeboten wird. Die Deutsche Post hat zwar viele Millionen in ihren eigenen E-Postbrief investiert, der entspricht aber nicht den gesetzlichen Vorgaben.

Sowohl De-Mail als auch der E-Postbrief gelten bislang als mäßig erfolgreich. Experten vom Chaos Computer Club bemängeln bei beiden Systemen, dass die Mails nicht von Anfang bis Ende vollständig verschlüsselt werden. Vor dem Hintergrund der NSA-Spionageaffäre wollen die Deutsche Telekom und United Internet mit einer Initiative "E-Mail Made in Germany" punkten. In diesem Konzept soll auch die De-Mail eine wichtige Rolle spielen, die allerdings mit herkömmlichen E-Mails-Systemen nicht kompatibel ist.

Aus dem Zulassungsverfahren für die De-Mail hatte sich die Deutsche Post im Frühjahr zurückgezogen. Grund waren unterschiedliche Auffassungen über die Datenschutzregeln, die bei der Anmeldung von De-Mail-Kunden zu beachten sind. "Wir befinden wir uns in Gesprächen mit dem Innenministerium, die noch nicht abgeschlossen sind", erklärte die Post am Donnerstag. Von einem "Strategiewechsel" könne aber nicht die Rede sein. "Die E-Post ist seit Jahren sehr erfolgreich im Markt, in diesem Jahr erzielen wir einen Umsatz von 100 Millionen Euro."

(Hayo Lücke)

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