Deutsche Schlaganfall-Hilfe

"FAST-Test": Neue App prüft Schlaganfall-Symptome

Um die Bundesbürger besser über die Symptome bei einem Schlaganfall aufzuklären, hat die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe die App "FAST-Test" veröffentlicht.

Jörg Schamberg, 06.05.2020, 13:05 Uhr
FAST-Test App Schlaganfall© obs/Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe/Deutsche Schlaganfall-Hilfe

Viele Veranstaltungen können während der Corona-Krise nicht stattfinden. Dazu gehören beispielsweise auch Info-Treffen von Ärzten, Kliniken und Selbsthilfegruppen zur Aufklärung der Bevölkerung über den Schlaganfall. Laut der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe würden viele Kliniken derzeit 20 bis 30 Prozent weniger Schlaganfall-Patienten melden. Besorgniserregend sei, dass Menschen mit vorübergehenden Symptomen aus Angst vor einer Ansteckung den Weg in die Klinik scheuen würden. Dabei sei jeder Schlaganfall ein Notfall. Zum am 10. Mai stattfindenden "Tag gegen den Schlaganfall" hat die Stiftung nun die neue App "FAST-Test" veröffentlicht.

App "FAST-Test" liest Fragen zu Schlaganfall-Symptomen vor

Die App prüfe mit drei einfachen Fragen zu den häufigsten Schlaganfall-Symptomen. Dank Audiofunktion werden die Fragen vorgelesen. Mit der Anwendung könnten auch medizinische Laien einen Schlaganfall-Verdacht prüfen und den Notruf 112 auslösen. FAST, der Name der App, stehe als Abkürzung für Face (Gesicht), Arms (Arme), Speech (Sprache) und Time (Zeit). Die kostenlos für Android und iOS erhältliche "FAST-Test"-App sei in den Sprachen deutsch, englisch und türkisch nutzbar. Links zum Download der App für das jeweilige Betriebssystem finden sich unter "Weiterführende Links" unter dieser Meldung.

Verbreitung von Gesundheits-Apps nimmt zu

Allerdings ersetzen Apps keinen Arztbesuch. Bei Verdacht auf einen Schlaganfall sollte laut der Deutschen Schlaganfall-Hilfe immer der Notruf 112 gewählt werden. Viele Schlaganfall-Patienten seien Gesundheits-Apps gegenüber aufgeschlossen. Das zeigt eine aktuelle Umfrage der Schlaganfall-Hilfe. Rund 86 Prozent würden eine "App auf Rezept" von ihrem Hausarzt gut finden oder sie zumindest ausprobieren. Die Hälfte der Betroffen nutze bereits das Smartphone für Gesundheitsapps. Am häufigsten verwendet werden Bewegungsprogramme (63 Prozent) vor Blutdruck-Apps (55 Prozent) und Apps zur Ernährung und Entspannung (je 47 Prozent). Bei den zahlreichen, kostenfrei auf dem freien Markt erhältlichen Apps sei jedoch auch Vorsicht angebracht. Laut der Deutschen Schlaganfall-Hilfe würden Nutzer häufig mit ihren Daten bezahlen.

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