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Fall Snowden: Die Nevern liegen blank - Flugzeug zur Zwischenlandung gezwungen

Das Flugzeug mit dem bolivianischen Präsidenten Evo Morales musste in Wien zwischenlanden, weil mehrere Staaten der Maschine die Überflugrechte entzogen. Der Grund: Edward Snowden wurde an Bord vermutet.

03.07.2013, 07:50 Uhr (Quelle: DPA)
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Der Fall Snowden nimmt immer skurrilere Züge an. Nun ist es zu einer teilweisen Sperrung des europäischen Luftraums gekommen. Grund: Edward Snowden war an Bord eines Flugzeugs vermutet worden, das aus Moskau in Richtung Boliven unterwegs war. Allerdings stellte sich die Vermutung als falscher Alarm heraus. Und es war auch nicht irgendein Flugzeug, sondern ein Privatjet des bolivianischen Präsidenten Evo Morales.

Zwangsstopp in Wien

Morales war auf dem Weg von Moskau nach Bolivien, als Frankreich, Portugal, Italien und Spanien seiner Maschine das Überflugrecht verweigerten. Das Flugzeug musste in Wien zwischenlanden. Offizieller Hintergrund war offenbar die Annahme, der Ex-Geheimdienstler Edward Snowden befinde sich an Bord. Angeführt wurden aber "technische Gründe".

"Nichts kann eine Handlung solcher Respektlosigkeit gegen das höchste Amt eines Landes rechtfertigen", erklärte José Miguel Insulza, Generalsekretär der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) in Washington. Alle involvierten Staaten müssten eine Erklärung zu den Gründen dieser Maßnahme abgeben, die das Leben des Präsidenten eines OAS-Mitglieds gefährdet habe, erklärte Insulza.

Kurz vor den Alpen war Schluss

Nach Informationen des Portals flightradar24 war Morales an Bord einer Falcon 900EX der bolivianischen Luftwaffe als offenbar kurz vor Passieren der Alpen und dem damit verbundenen Eintritt in den italienischen Luftraum ein Weiterflug nicht mehr möglich war. Nach einer kurzen Schleife über Österreich musste die Maschine anschließend in Wien den besagten Zwangsstopp einlegen.

(Hayo Lücke)

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