Nach Terrorattacke

Facebook will keine Plattform für terroristische Inhalte sein

Das soziale Netzwerk Facebook hat nach der Terrorattacke in London erklärt, dass man aktiv daran arbeite, Facecbook zur 'feindlichen Umgebung' für Terroristen zu machen. Entsprechende Inhalte sollen schnell entfernt werden.

Jörg Schamberg, 06.06.2017, 13:25 Uhr (Quelle: DPA)
Facebook© Facebook

Menlo Park - Facebook hat nach der jüngsten Terrorattacke von London versichert, das weltgrößte Online-Netzwerk wolle eine "feindselige Umgebung" für Terroristen sein. "Mit einer Mischung aus Technologie und Aufsicht durch Menschen arbeiten wir aggressiv daran, terroristische Inhalte von unserer Plattform zu entfernen, sobald wir von ihnen erfahren", erklärte Facebooks für politische Fragen in Großbritannien, dem Mittleren Osten und Afrika zuständiger Manager Simon Milner.

Politik fordert härteres Vorgehen gegen Online-Terrorprogaganda

Die britische Premierministerin Theresa May erklärte nach dem Attentat auf der London Bridge, Extremismus finde im Internet eine sichere Brutstätte - und die großen Internetunternehmen ließen dies zu. Firmennamen nannte sie nicht. May forderte eine Zusammenarbeit demokratischer Regierungen für "internationale Verträge, die den Cyberspace regulieren, um die Ausbreitung von Extremismus und terroristische Planung zu verhindern".

Aus der Politik wird schon seit langem ein härteres Vorgehen gegen Terrorpropaganda im Netz gefordert. Die Internet-Unternehmen verstärkten in den vergangenen Jahren ihre Anstrengungen. So verweist Twitter auf mehrere hunderttausend gelöschte Extremisten-Profile. Doch ein Kritikpunkt bleibt unter anderem, dass die Plattformen weitgehend auf Hinweise auf rechtswidrige Inhalte angewiesen bleiben.

Verschlüsselung in Messengern als Problem

Ein Dorn im Auge ist Sicherheitsbehörden auch die Verschlüsselung in Kommunikationsdiensten wie Facebooks WhatsApp. Als besonderes Problem wird die aus Russland stammende App Telegram gesehen, der vorgeworfen wird, weniger gegen die Ausbreitung extremistischer Inhalte zu unternehmen als die großen Internetkonzerne.

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