News

Facebook-Vizechefin: Wird es Facebook in zehn Jahren noch geben?

Facebook-Vizechefin Sheryl Sandberg sieht im Gespräch mit dem Magazin "Der Spiegel" den IT-Fachkräftemangel als größte Gefahr für das Soziale Netzwerk an. Regelmäßig stelle sich Facebook zudem die Frage, wie relevant das Netzwerk in der Zukunft sein werde.

21.04.2013, 11:01 Uhr
Facebook © Facebook

Facebook zählt weltweit mehr als eine Milliarde Mitglieder und ist in weniger als zehn Jahren zum größten Sozialen Netzwerk aufgestiegen. Facebook-Vizepräsidentin Sheryl Sandberg äußerte sich in dieser Woche gegenüber dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" zum Einfluss des Online-Netzwerks.

Fachkräftemangel als größte Gefahr für Facebook

Demnach besitze Facebook im Vergleich mit Regierungen nur eine flüchtige Form der Macht. "Wir stellen uns immer wieder die Frage, ob es uns in zehn Jahren noch geben wird oder wir noch relevant sein werden", erläutert Sandberg. Die Frage nach der Bedeutung in der Zukunft würde aber alle Technologieunternehmen regelmäßig bewegen. "Wäre ich Apple, würde ich mir diese Frage gerade jeden Morgen stellen".

Im Gespräch mit dem Hamburger Magazin ging Sandberg auch auf den Mangel an Fachkräften im Technologiebereich ein, den sie noch vor der Abwanderung von Nutzern in andere soziale Netzwerke oder schärferen Datenschutzgesetzen als das größte Geschäftsrisiko von Facebook ansieht. "Wir brauchen schnell mehr Fachkräfte im Technologiebereich", betont die Facebook-Vizechefin. Vor allem sollten auch mehr Frauen in diesem Bereich tätig sein, derzeit stellen Frauen nur ein Drittel der IT-Fachkräfte. Sandberg sorgt derzeit mit ihrem Buch "Lean in" für Aufsehen, sie fordert Frauen zu mehr Ehrgeiz bei ihrer Karriereplanung auf.

Datenschutz-Debatte wirkt sich auf Investitionen aus

Den Datenschutz, der in Bezug auf Facebook immer wieder für hitzige Diskussionen sorgt, hält Sandberg für ein "Riesenthema". "Die aktuelle Debatte darum muss zu einem vernünftigen Ergebnis kommen, sonst wird sich das unmittelbar auf die Investitionen auswirken", erklärt die Facebook-Managerin. Europa müsse sich nun entscheiden, was es wolle.

(Jörg Schamberg)

Kommentieren Forum
Zum Seitenanfang