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Facebook überarbeitet den News-Feed - Fanseiten werden (noch stärker) ausgebremst

Schlechte Seiten für Fanseiten-Betreiber bei Facebook. Ein weiteres Mal wurde der News-Feed überarbeitet, was dazu führt, dass reine Text-Updates von Fan-Seiten künftig seltener angezeigt werden. Die Idee dahinter könnte finanzielle Gründe haben.

22.01.2014, 09:08 Uhr
Facebook © Facebook

Kennen Sie das? Sie surfen über Facebook, scrollen durch den Newsfeed, lesen Status-Updates von Freunden und Nachrichten der von Ihnen abonnierten Fan-Seiten. Und plötzlich denken Sie: 'Hier ist doch etwas anders als sonst!?' Das könnte daran liegen, dass Facebook den Algorithmus überarbeitet hat, der bestimmt, welche Postings Ihnen angezeigt werden und welche nicht. Und genau das ist in den zurückliegenden Tagen wieder einmal passiert.

Fanseiten ausgebremst

Wie Facebooks Produkt-Manager Chris Turitzin in einem Blogpost verriet, sollten vor allem Betreiber von Fanseiten aufpassen, in welcher Form sie in Zukunft Status-Updates verbreiten. Soviel ist jetzt schon sicher: Reine Text-Nachrichten werden in Zukunft deutlich seltener weiterverbreitet. Denn Facebook habe festgestellt, dass Nutzer deutlich seltener mit Text-Postings von Seitenbetreibern interagieren als mit solchen von echten Freunden. Deswegen sollen künftig reine Wortbeiträge von Freunden (wieder) stärker in den Vordergrund rücken.

Für Seitenbetreiber kann es deswegen unter Umständen Sinn machen, mehr Fotos, Videos und Links an die Leser zu verteilen. Leser ihrerseits können nicht direkt beeinflussen, welche Nachrichten im persönlichen Newsfeed auf Facebook angezeigt werden. Es kann aber möglicherweise helfen, wenn auf den Fanseiten interagiert wird, die abonniert wurden. Heißt konkret: "Gefällt mir" klicken, Inhalte mit Freunden teilen oder Kommentare schreiben. Das Ärgernis, dass es auf jeden folgenden Kommentar eine Benachrichtigung gab, hat Facebook schon länger abgestellt.

Facebook will noch mehr Geld verdienen

Hinter dem Schritt von Facebook könnte aber auch noch etwas ganz anderes stecken: Der Gedanke, mehr Geld zu verdienen. Seitenbetreiber haben schließlich die Möglichkeit, Facebook Geld dafür zu zahlen, dass ihre Postings bei mehr Nutzern ins Blickfeld zu rücken. Wenn Facebook nun dazu übergeht, mehr und mehr Status-Updates von Fanseiten auszubremsen, könnten viele große Unternehmen bereit sein, verstärkt Marketing-Budget in ihre Aktivitäten beim weltweit größten Social Network zu investieren.

Interessant ist in diesem Zusammenhang auch eine Aussage von Chris Turitzin: "Seiten-Administratoren dürfen erwarten, dass die Reichweite von Text-Nachrichten abnehmen wird, aber vielleicht kommt es zu höheren Zugriffen bei der Verwendung anderer Typen von Status-Updates." Wohlgemerkt: Vielleicht!

(Hayo Lücke)

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