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Facebook stellt seinen E-Mail-Dienst ein: @facebook.com wurde kaum genutzt

Facebook wird seinen 2010 eingeführten E-Mail-Dienst mit personalisierten Adressen mit der Endung @facebook.com laut Nachrichtenagentur AFP wieder einstellen, da der Service kaum aktiv genutzt werde.

25.02.2014, 12:52 Uhr
Facebook © Facebook

Ende 2010 startete Facebook einen eigenen E-Mail-Dienst, mit dem das weltweit größte soziale Netzwerk Gmail, den Service des Konkurrenten Google, angreifen wollte. Die Facebook-Nutzer erhielten eine personalisierte Mail-Adresse mit der Endung @facebook.com. Beliebt war der Service aber nicht – und wurde offenbar nur wenig aktiv genutzt. Facebook teilte laut Nachrichtenagentur AFP am Montag mit, dass das E-Mail-System wieder abgeschafft werden soll.

Weiterleitung an eigene E-Mail-Adresse

Facebook hatte seine Mitglieder mit dem Mail-Dienst ohnehin gegen sich aufgebracht, da die voreingestellte E-Mail-Adresse der jeweiligen Nutzerkonten auf die neue Facebook-Adresse umgestellt wurde. Nutzer waren gezwungen bei Facebook vorbeizuschauen, um ihre E-Mails zu lesen. Doch nun gilt: Kommando zurück, Nachrichten an @facebook.com-Adressen werden wieder an die persönliche Haupt-Mailadresse der Nutzer weitergeleitet. Facebook werde seine Nutzer über diese Änderung informieren.

Statt verschiedene Dienste zu betreiben, will sich Facebook nach der Übernahme von WhatsApp jetzt auf die Optimierung der mobilen Nachrichtendienste konzentrieren. Facebook hatte für den Kauf des Kurznachrichtendienstes rund 19 Milliarden US-Dollar geboten. "Ich denke, dass WhatsApp für sich genommen mehr wert ist als 19 Milliarden Dollar", rechtfertigt Facebook-Gründer Mark Zuckerberg den astronomisch hohen Kaufpreis. WhatsApp habe eine strategische Bedeutung für Facebook und sei eines der wenigen Unternehmen weltweit, das mehr als eine Milliarde Nutzer erreichen könnte. Der Kurznachrichtendienst prescht jetzt voran: Auf dem Mobile World Congress in Barcelona kündigte WhatsApp eine Anruf-Funktion an.

(Jörg Schamberg)

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