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Facebook Safety Check sendet Lebenszeichen aus Katastrophengebieten

Facebook-Nutzer, die sich plötzlich in einem Katastrophengebiet wiederfinden, können über die neue Funktion "Facebook Safety Check" nun Freunden und Familie mitteilen, dass sie wohlauf sind.

16.10.2014, 16:01 Uhr
Facebook © Facebook

Der Tsunami 2004 im Indischen Ozean kam völlig unerwartet. Niemand hatte Ort und Zeit vorausgesehen. Facebook-Nutzer, die sich plötzlich in einem Katastrophengebiet wiederfinden, können über die neue Funktion "Facebook Safety Check" nun Freunden und Familie mitteilen, dass sie wohlauf sind.

Grobe Ortung durch Facebook

Die Funktion lässt sich mit der Desktop-Version von Facebook sowie auf Smartphones und Tablets mit Android und iOS, aber auch mit einfachen Feature-Phones nutzen, die in Schwellenländern wie den Anrainerstaaten des Indischen Ozeans weit verbreitet sind.

Facebook nutzt allerdings nicht das GPS-Signal, um festzustellen, ob ein Nutzer sich im Katastrophengebiet befindet. Es wird die Stadt abgefragt, die im Profil angegeben wurde; der Ort, der zuletzt über die Nearby-Friends-Funktion erfasst wurde; und die Stadt, die der Internet-Provider als Standort angibt.

Freunde werden benachrichtigt

Nutzer, die auf diese Weise als mögliche Oper einer Katastrophe identifiziert werden, erhalten eine Benachrichtigung. Dort können sie mit wenigen Fingertipps angeben, dass sie wohlauf sind oder sich auch gar nicht im Katastrophengebiet befinden.

Erst dann erscheint diese Meldung im Newsfeed (aber nur der Freunde), sie wird ihnen auch per Push-Benachrichtigung angezeigt. Eine Bookmark-Funktion erlaubt dann den Wechsel in eine Ansicht, wo alle Kontakte auf einen Blick zu sehen sind, die sich bereits als "safe" gemeldet haben.

Eine Schwachstelle

Facebook-Nutzer im Katastrophengebiet können über die neue Funktion Facebook Safety Check auch Freunde als "in Sicherheit" markieren, die diese Funktion nicht nutzen können, weil zum Beispiel ihr Smartphone abhanden gekommen ist.

Voraussetzung für die Nutzung ist die einmalige Aktivierung der Funktion und eine Internetverbindung. Gerade die könnte im Katastrophenfall aber nicht zur Verfügung stehen.

(Peter Giesecke)

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