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Facebook: Mobiler Gratiszugang in über 45 Ländern

Mit 0.facebook.com bietet Facebook eine abgespeckte Gratisversion seines Mobilportals m.facebook.com, die in erster Linie auf Entwicklungsländer abzielt. Zwar haben auch zahlreiche Nutzer in Europa kostenfreien Zugriff auf das neue Angebot, Deutschland bleibt zum Start jedoch außen vor.

19.05.2010, 13:16 Uhr
Facebook © Facebook

Soziale Internetkommunikation jederzeit, überall und vollkommen kostenfrei: Das verspricht Facebook mit seiner neuesten Mobilplattform 0.facebook.com. Der Haken: Das Gratis-Portal ist über mobiles Internet nur aus den Netzen bestimmter Provider in ausgewählten Ländern erreichbar. Deutschland gehört bislang nicht dazu. Möglicherweise konnte sich Facebook noch mit keinem der hiesigen Anbieter über die Konditionen einigen.

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Genaueres war jedoch auf Nachfrage unserer Redaktion allerdings nicht zu erfahren. Ob 0.facebook.com auch hierzulande ohne Datengebühren angeboten wird, wurde weder bestätigt noch dementiert. Derzeit erscheint bei Aufruf der Seite über ein Mobiltelefon in deutschen Netzen ein Hinweis, dass sie nicht zur Verfügung steht und Verbindungskosten anfallen können.

Laut Facebook sei die neue Version insbesondere für Länder entwickelt worden, deren Mobilfunknetze vergleichsweise langsam und teuer sind – beispielsweise auf Barbados, im Kongo oder in Tunesien. Der Fokus liege daher auf den Punkten Geschwindigkeitsoptimierung und Kostenreduktion. Um die Ladezeiten so gering wie möglich zu halten, werde etwa vollständig auf Bilder verzichtet. Diese seien optional abrufbar – dann allerdings werden Gebühren berechnet. Den vollständigen Komfort ebenfalls gegen Entgelt bietet darüber hinaus weiterhin die reguläre Mobilseite m.facebook.com.

Auch in vielen europäischen Staaten verfügbar

In vielen europäischen Nachbarstaaten mit gut ausgebauten Mobilfunknetzen ist der Freizugang jedoch ebenfalls verfügbar – so etwa in Österreich bei tele.ring, in Belgien über Base oder Dänemark mit Telenor. In Kürze sollen zudem SFR in Frankreich sowie 3 in Großbritannien folgen.

Deutsche Nutzer dürfen also zumindest weiter hoffen, dass der größte Mobilfunkmarkt Europas nicht (lange) außen vor bleibt. Weltweit profitieren zum Start die Facebook-Nutzer aus über 45 Ländern bei mehr als 50 teilnehmenden Netzbetreibern. Eine vollständige Übersicht bietet Facebook im firmeneigenen Blog.

(Christian Wolf)

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