Security

Facebook greift erstmals bei WhatsApp ein

Scott Renfro, der bei Facebook für die IT-Sicherheit mitverantwortlich ist, kündigte in einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" an, dass die Sicherheit von WhatsApp eindeutig Aufgabe von Facebook sei.

17.03.2014, 13:47 Uhr
Facebook © Facebook

Der Messagingdienst WhatsApp solle auch nach der Übernahme durch Facebook selbstständig bleiben, hieß es bislang einhellig. Jetzt kündigte Scott Renfro, der bei Facebook für die IT-Sicherheit mitverantwortlich ist, in einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" an, dass die Sicherheit von WhatsApp eindeutig Aufgabe von Facebook sei.

Eigenständig – außer dem Datenschutz

Auch Renfro betonte laut Vorabmeldung die Eigenständigkeit des neues Unternehmensteils. Dennoch scheint es unterschiedliche Interpretationen darüber zu geben, wo die Grenze letztlich gezogen werden soll.

Nach dem Bekanntwerden der Übernahme wurde vielerorts befürchtet, Facebook könne die Nutzerdaten von WhatsApp für die eigenen Geschäfte verwenden. Ausgerechnet um den Datenschutz will sich das weltweit größte soziale Netzwerk nun aber als erstes kümmern.

Verschlüsselung, aber nicht die beste

Unter dem Stichwort "WhatsApp soll sicherer werden", sind anscheinend mehrere Maßnahmen geplant. So wird der Messagingdienst wahrscheinlich Teil des Programms "White Hat Bounty" werden. Wer eine Sicherheitslücke aufspürt, erhält dann als Belohnung dafür Geld von Facebook.

Hauptkritikpunkt – auch vor der Übernahme – ist aber die mangelhafte Verschlüsselung. Renfro merkte hier an, dass die besten Verschlüsselungslösungen nicht für technische Laien geeignet seien. Facebook suche daher nach einem Modell, "wie auch unsere Großeltern absolut sicher kommunizieren können".

Bislang war immer davon ausgegangen worden, das sich Facebook mit WhatsApp eine junge Zielgruppe eingekauft habe – im Vergleich zu der eigenen, immer älter werdenden Nutzerschaft, wo die Eltern der WhatsApp-Generation aktiv sind.

(Peter Giesecke)

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